US-Nonprofit tilgt Krankenhausschulden für 97.000 Menschen in Connecticut
6,5 Millionen Dollar Schulden erlassen – dank cleverer Kombination von Covid-Hilfen und Spenden

In den USA ist medizinische Verschuldung ein alltägliches Problem: Wer nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung nicht zahlen kann, bekommt oft jahrelang Mahnungen und Inkassoverfahren. Die Nonprofit-Organisation Undue Medical Debt (UMD) hat sich darauf spezialisiert, solche Schulden für einen Bruchteil des Wertes aufzukaufen – und dann einfach zu erlassen. Jetzt hat UMD in Connecticut für 97.000 Menschen insgesamt 6,5 Millionen Dollar an unbezahlten Krankenhausrechnungen getilgt.
Das Besondere: Das Programm wird vom Bundesstaat Connecticut unterstützt. Die Regierung legte Restmittel aus einem Covid-19-Hilfspaket zusammen mit Spenden, die UMD gesammelt hat. Es ist bereits die vierte Runde dieser Schuldenbefreiung im Staat. Um zu qualifizieren, müssen Betroffene entweder Schulden in Höhe von mindestens fünf Prozent ihres Jahreseinkommens haben oder ihr Einkommen muss auf oder unter der bundesstaatlichen Armutsgrenze liegen.
Der Mechanismus dahinter ist einfach und effektiv: Krankenhäuser besitzen Forderungen gegen Patienten, die oft uneinbringlich sind. Statt teure Gerichtsverfahren zu führen, verkaufen sie diese Forderungen für wenige Cent pro Dollar an UMD. Die Organisation zahlt sofort Bargeld, das Krankenhaus kann seine Bücher ausgleichen, und die Patienten erhalten einen Brief, dass ihre Schulden erloschen sind. Niemand muss einen Antrag stellen oder etwas unternehmen – die Tilgung erfolgt automatisch und zufällig, um jede Bevorzugung auszuschließen.
Ähnliche Programme gab es bereits in Arizona, wo 352.000 Menschen ihre Schulden erlassen wurden, und in Maine. Der Abgeordnete Kevin Brown aus Vernon sagte dem lokalen NBC-Sender: „Ich bin froh, dass der Gouverneur dieses Programm fortsetzt. Die Menschen sollen zum Arzt gehen können, ohne sich ständig Sorgen um ihre Schulden machen zu müssen.“ Das Programm in Connecticut läuft voraussichtlich bis Ende des Jahres. Für die Betroffenen bedeutet es nicht nur finanzielle Entlastung, sondern auch psychische Befreiung von einer Last, die oft jahrelang auf ihnen lastete.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Stell dir vor, du bekommst einen Brief: Deine Krankenhausschulden sind weg. Genau das ist 97.000 Menschen in Connecticut passiert!"
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