Von 300 auf 3.000 Tiere: Australiens Numbat ist zurück vom Rand des Aussterbens
Das kleine gestreifte Ameisenbeutlerchen war fast verschwunden. Nach 40 Jahren Schutzarbeit stuft die Weltnaturschutzunion es jetzt herab – es gilt nicht mehr als stark bedroht.

Es ist eine gute Nachricht, auf die Fachleute vier Jahrzehnte lang hingearbeitet haben. Der Numbat, ein kleines gestreiftes Beuteltier und das Wappentier des australischen Bundesstaates Western Australia, gilt nicht länger als vom Aussterben bedroht.
Die Weltnaturschutzunion IUCN, die weltweit maßgebliche Autorität für den Zustand bedrohter Arten, hat das Tier auf ihrer Roten Liste von „stark gefährdet“ (Endangered) auf die niedrigere Stufe „gering gefährdet“ (Near Threatened) herabgestuft.
Der Numbat, auch Ameisenbeutler genannt, ist ein ungewöhnliches Geschöpf: Mit seinem rotbraunen Fell, den weißen Querstreifen und einer langen, klebrigen Zunge ernährt er sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten.
Noch in den späten 1970er Jahren stand er am Rand des Verschwindens – nur rund 300 Tiere waren übrig. Der Hauptgrund war die Einschleppung von Raubtieren: Der Rotfuchs und verwilderte Hauskatzen machten Jagd auf die kleinen Beuteltiere. Hinzu kamen die Zerstörung ihres Lebensraums und veränderte Feuermuster in der Landschaft.
„Die Herabstufung des Numbats von stark gefährdet auf gering gefährdet ist genau das, worauf wir in den letzten 40 Jahren hingearbeitet haben“, schrieb Tony Friend, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Naturschutzbehörde von Western Australia, in einer E-Mail an Mongabay. „Ich fühle mich sehr beglückt, dass der sicherere Status, den wir für den Numbat erreichen konnten, von der IUCN anerkannt wird.“
Bis 2026 ist die Zahl der Tiere auf etwa 2.000 bis 3.000 gewachsen – das Ergebnis von mehr als 40 Jahren Arbeit von Wildtierforschern, Behörden, dem Zoo von Perth, Naturschutzorganisationen und ehrenamtlichen Helfern.
Eine der wirksamsten Maßnahmen war das gezielte Entfernen von Füchsen und Katzen aus bestimmten Gebieten. Dort, wo das gelang, stiegen die Numbat-Zahlen laut den Fachleuten „spektakulär“ an.
Die Geschichte des Numbats ist damit ein seltener, aber wichtiger Beleg: Langfristiger, hartnäckiger Artenschutz kann eine Art tatsächlich zurückholen – wenn man ihm Jahrzehnte und nicht nur Jahre gibt.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Ende der 1970er waren nur noch rund 300 Numbats übrig – ein kleines gestreiftes Beuteltier aus Australien. 40 Jahre konsequenter Schutz später sind es bis zu 3.000, und die Art gilt offiziell nicht mehr als stark bedroht."
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