Gesundheit

Weltweit mehr freiwillige Blutspenden – Zugang bleibt ungleich

Blutspenden retten Leben – etwa bei Geburten, Unfällen oder Krebs.

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Blutspenden retten Leben – etwa bei Geburten, Unfällen oder Krebs.

Blut ist ein unersetzliches Medikament. Bei schweren Geburten, nach Unfällen, bei Operationen oder chronischen Krankheiten wie Sichelzellanämie kann eine Transfusion über Leben und Tod entscheiden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun neue Daten zur globalen Blutversorgung veröffentlicht – und die zeigen sowohl Fortschritte als auch große Ungleichheiten.

Zwischen 2013 und 2023 stieg die Zahl der weltweit gesammelten Blutkonserven um fast 19 Prozent. Insgesamt wurden 2023 schätzungsweise 120 Millionen Blutspenden gezählt. Besonders erfreulich: Mehr als 85 Prozent dieser Spenden kamen von freiwilligen, unbezahlten Spendern. Das ist die sicherste Form der Blutspende, denn diese Menschen spenden aus altruistischen Motiven und haben kein finanzielles Interesse, ihren Gesundheitszustand zu verschweigen.

Doch der Zugang zu sicherem Blut ist extrem ungleich verteilt. Während in wohlhabenden Ländern 98,4 Prozent aller Spenden von Freiwilligen kommen, sind es in einkommensschwachen Ländern nur 63,4 Prozent. Dort fehlt es oft an Gesetzen, die die Sicherheit von Blutprodukten regeln, an regelmäßigen Kontrollen und an einer stabilen Finanzierung. Mehr als jedes siebte Land hat weder einen staatlichen Etat noch ein System, um die Kosten für Blutdienste wieder hereinzuholen.

Die WHO betont, dass niemand sterben sollte, weil sicheres Blut nicht verfügbar ist, wenn es gebraucht wird. „Wo ein Mensch lebt, darf nicht darüber entscheiden, ob er eine lebensrettende Transfusion bekommt“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Organisation ruft Regierungen und Partner auf, in starke nationale Blutsysteme zu investieren – mit klaren Regeln, ausreichend Geld und gut ausgebildeten Fachkräften. Nur so könne der Fortschritt der letzten Jahre allen Menschen zugutekommen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von WHO News.

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