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Wildtiere als Klimahelfer: 300 Forscher fordern Umdenken

Mehr als 300 Wissenschaftler belegen: Wildtiere können die CO₂-Speicherung in Ökosystemen deutlich verbessern.

24. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Wenn wir über Klimawandel sprechen, denken die meisten zuerst an Technik: Solaranlagen, Windräder, CO₂-Speicher. In den letzten Jahren sind auch Wälder, Moore und Seegraswiesen als natürliche Klimaschützer ins Bewusstsein gerückt. Doch ein entscheidender Faktor fehlt oft: die Tiere, die in diesen Ökosystemen leben und sie aktiv gestalten.

Ein neuer wissenschaftlicher Konsens, der von mehr als 300 Forschern aus aller Welt unterzeichnet wurde, macht genau darauf aufmerksam. Die Botschaft ist einfach, aber folgenreich: Wildtiere beeinflussen, wie Ökosysteme Kohlenstoff speichern, Nährstoffe transportieren und sich von Störungen erholen. Ohne sie sind natürliche Systeme unvollständig.

Die Bandbreite reicht von winzigem Plankton bis zu Pottwalen. Wale etwa transportieren Kohlenstoff von der Meeresoberfläche in die Tiefsee – ein Prozess, der bisher kaum in Klimamodellen auftaucht. Eine Studie aus dem Jahr 2023 im Fachjournal Nature Climate Change schätzt, dass der Schutz und die Wiederherstellung von Wildtierpopulationen die CO₂-Aufnahme deutlich erhöhen könnte.

Bislang konzentrieren sich Klimaschutzpläne vor allem auf Technologie und Infrastruktur. Auch natürliche Lebensräume wie Wälder und Feuchtgebiete werden zunehmend berücksichtigt. Aber die Tiere, die in diesen Lebensräumen leben und sie prägen, fehlen oft in den Berechnungen. Der neue Konsens fordert, das zu ändern.

Die Forscher betonen, dass es nicht nur um einzelne Arten geht, sondern um die Funktionen, die Tiere in Ökosystemen übernehmen. Sie bewegen Nährstoffe, verteilen Samen, beeinflussen das Wachstum von Pflanzen und stabilisieren Nahrungsnetze. All das wirkt sich darauf aus, wie viel Kohlenstoff ein Ökosystem binden kann.

Der Konsens ist ein Appell an politische Entscheidungsträger, Wildtiere als aktive Klimahelfer anzuerkennen. Statt sie nur als schützenswert zu betrachten, sollten sie als Teil der Lösung gesehen werden. Das könnte bedeuten, Schutzgebiete nicht nur nach Pflanzenarten auszurichten, sondern auch nach den Tieren, die dort leben.

Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Botschaft in die internationalen Klimaverhandlungen einfließt. Denn ohne die Tiere bleiben die natürlichen Klimaschutzsysteme nur halb so wirksam.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, Wale und Elefanten wären Klimahelden – genau das sagen jetzt über 300 Forscher."

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