15 Staaten teilen Fischereidaten gegen illegale Fischerei
Die Mombasa-Erklärung soll durch gemeinsame Daten und Regeln die illegale Fischerei eindämmen.

Illegale, ungemeldete und unregulierte Fischerei – kurz IUU – ist ein Milliardengeschäft, das die Meere ausplündert und die Existenz von Küstengemeinden bedroht. Bisher konnten betrügerische Fischer oft einfach in die Hoheitsgewässer eines Nachbarlandes ausweichen, wenn der Druck zu groß wurde. Genau das soll sich nun ändern.
Am 17. Juni 2026 haben 15 Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa die Mombasa-Erklärung verabschiedet. Sie verpflichten sich, künftig Daten über Schiffe in ihren Gewässern auszutauschen und ihre nationalen Regeln zur Fischerei anzugleichen. Die Erklärung wurde auf der 11. Our Ocean Conference im kenianischen Mombasa unterzeichnet – einer internationalen Konferenz, die sich dem Schutz der Meere widmet.
Besonders viele afrikanische Länder sind dabei: Kamerun, Gambia, Ghana, Guinea, Liberia, die Republik Kongo und Somalia. „In meinem Land hängt unsere Existenz vom Fisch ab“, sagte Emelia Arthur, Ghanas Ministerin für Fischerei und Aquakultur. „60 Prozent unseres tierischen Proteins stammen aus Fisch, und zehn Prozent der Bevölkerung leben von der Fischerei. Für uns ist das eine Frage der Kultur und der nationalen Sicherheit.“
Cephas Asare, Westafrika-Regionalmanager der Environmental Justice Foundation (EJF), einer britischen NGO, die gegen illegale Fischerei kämpft, erklärte: „Illegale Fischer werden immer raffinierter darin, den Gesetzen eines Landes zu entkommen, indem sie einfach in ein anderes weiterziehen. Das muss aufhören. Deshalb müssen wir das Problem gemeinsam angehen.“
Die Mombasa-Erklärung ist ein erster, aber wichtiger Schritt. Denn ohne gemeinsame Daten und abgestimmte Regeln bleibt die Bekämpfung illegaler Fischerei ein Flickenteppich. Wenn die Unterzeichnerstaaten nun tatsächlich Informationen austauschen und Kontrollen koordinieren, könnten sie die Lücken schließen, die Kriminelle bisher ausnutzen. Für die Meere und die Menschen, die von ihnen leben, wäre das ein echter Fortschritt.
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„15 Länder teilen plötzlich ihre Fischereidaten – das könnte das Ende der illegalen Fischerei einläuten."
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