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Abschaltung von Windrädern für Vögel kostet kaum Strom

Studie: Schutzabschaltungen reduzieren Stromertrag um nur 0,01 Prozent

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Studie: Schutzabschaltungen reduzieren Stromertrag um nur 0,01 Prozent

Windkraftanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende, doch sie können für Zugvögel zur tödlichen Falle werden. Besonders während der Vogelzüge im Frühjahr und Herbst kollidieren viele Tiere mit den Rotorblättern. Um das zu verhindern, schalten Betreiber die Anlagen in manchen Regionen zeitweise ab – doch wie viel Strom geht dadurch wirklich verloren?

Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Bundesverbands Windenergie (BWE) gibt nun eine klare Antwort: Die Einbußen sind minimal. Über das gesamte Jahr gerechnet beträgt der Ertragsverlust durch vogelschutzbedingte Abschaltungen nur etwa 0,01 Prozent der Jahresproduktion. Das entspricht bei einer modernen 5-Megawatt-Anlage ungefähr dem Stromverbrauch von zwei bis drei Haushalten für einen Tag.

Die Forscher werteten dafür Daten von mehr als 100 Windparks in Deutschland aus. Sie verglichen die tatsächliche Stromproduktion mit einer Simulation, die ohne Abschaltungen möglich gewesen wäre. Das Ergebnis zeigt: Die Schutzmaßnahmen sind nicht nur effektiv, sondern auch wirtschaftlich vernachlässigbar.

Bisher wurde oft argumentiert, dass Vogelschutz die Rentabilität von Windkraftanlagen gefährde. Diese Studie widerlegt das eindrucksvoll. Sie liefert damit eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen: Der Ausbau der Windenergie und der Schutz von Zugvögeln müssen kein Widerspruch sein.

Die Autoren der Studie empfehlen, die Abschaltungen gezielt auf die Hauptzugzeiten zu konzentrieren. Dann reichen wenige Stunden pro Jahr aus, um die Kollisionsrate drastisch zu senken – ohne dass die Energiewende darunter leidet. Für Betreiber bedeutet das Planungssicherheit, für Vögel mehr Schutz.

„Die Diskussion um Vogelschutz und Windkraft ist oft von Emotionen geprägt“, sagt eine der beteiligten Wissenschaftlerinnen. „Unsere Daten zeigen: Mit intelligenten Abschaltungen können wir beide Ziele erreichen – saubere Energie und den Erhalt der Artenvielfalt.“ Die Studie ist ein Beispiel dafür, wie sich vermeintliche Konflikte durch präzise Daten auflösen lassen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Golem Science.