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Amazonas zeigt überraschende Regenerationsfähigkeit nach Bränden

Langzeitstudie belegt: Wald kann sich erholen, aber Artenvielfalt bleibt bedroht

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Hintergrund

Der brasilianische Amazonas erlebte 2024 eine der schlimmsten Feuersaisons seiner Geschichte: 15,6 Millionen Hektar brannten – eine Fläche so groß wie Portugal. 43 Prozent davon waren Waldvegetation. Laut MapBiomas, einem kollaborativen Netzwerk zur Kartierung der Landnutzung in Brasilien, lag die verbrannte Fläche 117 Prozent über dem historischen Durchschnitt. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte ein Forscherteam nun die Ergebnisse einer zwei Jahrzehnte umfassenden Studie im südöstlichen Amazonasgebiet.

Was ist passiert

Die Wissenschaftler um Leandro Maracahipes vom Amazon Environmental Research Institute (IPAM) in Brasilien und der Yale University in den USA untersuchten über 20 Jahre hinweg die Regenerationsfähigkeit von Wäldern nach wiederholten Bränden. Das Experiment begann 2004, einem Jahr mit besonders hoher Entwaldung im Amazonas. Die Ergebnisse zeigen eine überraschende Widerstandsfähigkeit: Selbst stark degradierte Wälder können sich nach vielen Störungen erholen. „Unsere Studie bringt eine Botschaft der Hoffnung“, sagte Maracahipes. „Sie zeigt, dass ein stark degradierter Wald sich sogar nach vielen Störungen erholen kann.“

Warum das wichtig ist

Die Regeneration führt jedoch zu einem neuen Ökosystemtyp. „Es ist ein neues Ökosystem. Obwohl es sich erholen kann, ist dieser Wald viel ärmer, mit einer größeren Anzahl generalistischer Arten und viel anfälliger für neue Störungen“, erklärte Maracahipes. Besonders betroffen sind Waldränder, wo die Auswirkungen der Brände stärker sind. Die Studie liefert entscheidende Daten für den Umgang mit den zunehmenden Bedrohungen durch Entwaldung, verringerte Niederschläge und häufigere Dürren im Amazonasgebiet.

Ausblick

Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit, die Ursachen von Bränden zu bekämpfen, anstatt sich allein auf die Regenerationsfähigkeit des Waldes zu verlassen. Für Entscheider in Politik und Wirtschaft bedeutet dies: Investitionen in Brandschutz und nachhaltige Landnutzung sind unerlässlich. Die Studie zeigt zwar eine natürliche Resilienz, aber auch die Grenzen dieser Widerstandsfähigkeit auf. Ohne strukturelle Maßnahmen droht der Amazonas langfristig seine Artenvielfalt und ökologische Funktion zu verlieren.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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