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Amerikaner verwandeln private Gärten in Naturschutzgebiete

52.000 Menschen ersetzen Rasen durch heimische Pflanzen, auf mittlerweile rund 75.000 Hektar Fläche in den USA.

Auf seinem eigenen Grundstück in Pennsylvania zählt Doug Tallamy heute mehr als 1.380 Mottenarten und 62 Brutvogelarten, deutlich mehr als vor 26 Jahren. Damals kaufte der Insektenforscher der University of Delaware eine alte Farm, die auf den ersten Blick grün wirkte. Beim genaueren Hinsehen fand er kaum Raupen, weil invasive Pflanzen die einheimischen verdrängt hatten. Seitdem hat er nur Unkraut gejätet und heimische Pflanzen gesetzt, für insgesamt etwa 100 Dollar in 26 Jahren.

Daraus wurde eine landesweite Bewegung. Über 52.000 Menschen in den USA haben sich bei Tallamys Organisation Homegrown National Park registriert und ihren Rasen ganz oder teilweise durch heimische Pflanzen ersetzt. Zusammen pflegen sie mittlerweile rund 75.000 Hektar Fläche, das ist beinahe so groß wie Berlin. Tallamys Rechnung: Fast 80 Prozent des Landes östlich des Mississippi gehört Privatpersonen. Wenn nur 10 bis 20 Prozent von ihnen heimische Pflanzen setzen würden, entstünde ein Lebensraum größer als zehn Yellowstone-Nationalparks zusammen.

Der Grund dafür liegt zwischen den Schutzgebieten. Nationalparks sind zu klein und zu isoliert, viele wandernde Tiere finden dazwischen kein Futter und keinen Unterschlupf mehr. Private Gärten könnten diese Lücken schließen, einer nach dem anderen. Tallamy selbst bringt es auf einen Satz: Wer einen Eichenbaum pflanzt, sieht den Unterschied schon am nächsten Tag.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„52.000 Amerikaner verwandelten schon 75.000 Hektar Rasen in Wildnis"

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