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Aquakultur erreicht Rekord: über 100 Mio. Tonnen jährlich

Erstmals übersteigt die Produktion von Zuchtfischen die von Wildfang – und der Handelswert nähert sich dem von Landfleisch an.

29. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Die Welt isst mehr Fisch als je zuvor – aber der kommt immer seltener aus dem Meer. Ein neuer Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigt: Die Aquakultur, also die kontrollierte Aufzucht von Fischen, Garnelen und anderen Wassertieren, hat 2026 erstmals die Marke von 100 Millionen Tonnen pro Jahr geknackt. Zum Vergleich: Die Fischerei aus Wildfang liegt seit Jahren bei etwa 90 Millionen Tonnen. Der Handelswert aller Wasserprodukte – sowohl aus Zucht als auch aus Fang – ist nun fast genauso hoch wie der von Fleisch vom Land. „Der Sektor entwickelt sich sehr schnell“, sagte Manuel Barange, Direktor der Fischerei- und Aquakultur-Abteilung der FAO, gegenüber Mongabay. „Er erreicht jetzt Niveaus, die die Fischerei nie erreicht hat. Und das ist positiv, denn es besteht kein Zweifel, dass wir in zwei oder drei Jahrzehnten zehn Milliarden Menschen sein werden. Und jeder hat ein Recht auf Nahrung.“

Der Bericht „The State of World Fisheries and Aquaculture“ (SOFIA) erscheint alle zwei Jahre und gilt als eine der wichtigsten Datensammlungen für die Branche. Vorgestellt wurde er am 16. Juni 2026 auf der 11. Our Ocean Conference in Mombasa, Kenia. Paul Orina, Direktor des kenianischen Meeres- und Fischereiforschungsinstituts, nannte SOFIA „einen der maßgeblichsten Berichte, die wir haben“. Sein Wert liege darin, dass er Wissenschaft mit Politik verbinde.

Die Zahlen sind beeindruckend: Die Aquakultur wächst so schnell, dass sie die Wildfischerei in der Produktion bereits überholt hat. Das ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine ökologische Entwicklung. Denn während viele Wildfischbestände überfischt sind, kann Aquakultur nachhaltig betrieben werden – wenn sie richtig reguliert wird. Die FAO betont, dass die Aquakultur entscheidend zur Ernährungssicherheit beitragen wird, insbesondere in Entwicklungsländern. Der Bericht zeigt auch, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch weltweit steigt – ein Zeichen für wachsenden Wohlstand und bessere Verfügbarkeit.

Kritiker weisen allerdings auf Probleme wie Umweltverschmutzung durch Zuchtanlagen oder den Einsatz von Fischmehl aus Wildfang hin. Die FAO empfiehlt daher strengere Umweltauflagen und mehr Forschung zu nachhaltigen Futtermitteln. Dennoch: Der Trend ist klar – die Aquakultur wird die Proteinversorgung der Zukunft maßgeblich prägen. Und dass ihr Handelswert nun fast dem von Landfleisch entspricht, zeigt, wie ernst die Branche genommen wird.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Fisch aus Zucht überholt Wildfang: Erstmals über 100 Mio. Tonnen Aquakultur – fast so wertvoll wie Fleisch vom Land."

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