Infrastruktur England

Englands Landwirtschaft erhält 25-Jahres-Plan

Neue Politik soll den Sektor profitabler und widerstandsfähiger machen – erstmals wird die gesamte Agrar- und Lebensmittelwirtschaft erfasst.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Die englische Landwirtschaft steht vor der größten Reform seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Regierung hat einen 25-Jahres-Plan vorgestellt, der die Branche profitabler, produktiver, nachhaltiger und widerstandsfähiger machen soll. Der Plan trägt den Namen „Farming Roadmap 2050: Growing England’s Future“ und basiert auf einer unabhängigen Überprüfung der ehemaligen Präsidentin des National Farmers‘ Union, Baroness Minette Batters. Von ihren 57 Empfehlungen wurden 53 übernommen – keine davon stammte von einem Politiker.

Ein zentraler Punkt ist die Neudefinition der Landwirtschaft. Bisher wurde nur das erfasst, was auf dem Hof passiert – das ergab einen Anteil von 0,6 Prozent an der nationalen Wirtschaft. Künftig wird die gesamte „Agrar- und Lebensmittelwirtschaft“ gezählt, also auch die Verarbeitung und Veredelung wie Brauereien und Molkereien. Damit steigt der Anteil auf 6,1 Prozent – das ist mehr als das Zehnfache. Nach dieser neuen Zählung arbeitet jeder zehnte Beschäftigte in diesem Sektor, was ihn zu einem der größten Arbeitgeber des Landes macht.

Die Regierung verdoppelt die Investitionen in landwirtschaftliche Innovationen. Dazu gehören Technologien zur Überwachung der Bodengesundheit, zum Nährstoffkreislauf, zur Klimaanpassung und zur Robotik. Außerdem wird ein Fonds von umgerechnet rund 39 Millionen US-Dollar aufgelegt, um kleine Produzenten zu unterstützen. Das Visumprogramm für Saisonarbeiter wird bis 2030 verlängert, um den Mangel an Erntehelfern zu lindern. Auch der Bürokratieabbau ist Teil des Plans: Mehrere behördliche Konten und Registersysteme sollen zu einer einzigen Plattform zusammengelegt werden.

Umweltministerin Emma Reynolds betonte gegenüber der Times, dass die bisherige Bewertung den Wert der Landwirtschaft massiv unterschätzt habe. „Die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ist riesig – ihr wirtschaftlicher Wert entspricht dem der Automobil- oder Bauindustrie“, sagte sie. Der Plan sieht auch vor, die Handelshemmnisse mit der EU abzubauen. Insgesamt soll die Reform die englische Landwirtschaft langfristig stärken und ihre Bedeutung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt anerkennen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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