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Baltimore schickt bei Krisenanrufen jetzt Helfer statt Polizei

400 Millionen Dollar aus einer Opioid-Klage finanzieren ein Team, das rund um die Uhr auf psychische Notrufe reagiert.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Eine 38-jährige Frau sitzt weinend in ihrem Auto auf einem McDonald's-Parkplatz in Baltimore. Sie hat gerade die 911 angerufen. Einen Monat zuvor hatte sie versucht, selbst ins Krankenhaus zu fahren, wurde wegen abgelaufener Zulassung angehalten und landete wegen auffälligen Verhaltens in einer Zelle statt in Behandlung.

Auch hierzulande landet, wer in einer psychischen Krise anruft, meist zuerst bei der Polizei statt bei jemandem, der wirklich helfen kann. Baltimore zeigt gerade, wie es anders geht.

Diesmal kommt Michala Williams, eine Klinikerin für psychische Gesundheit. Innerhalb einer Stunde hat die Frau Termine bei einer Psychiaterin, einer Therapeutin, einer Anwältin und einer Fallmanagerin, die klärt, ob ihr autistisches Kind Anspruch auf staatliche Hilfe hat.

2024 gingen in Baltimore 1,68 Millionen Notrufe ein, Zehntausende davon ohne Bezug zu Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst: Jemand schläft in einem Laden, jemand wirkt verwirrt im Park. Bisher endeten solche Einsätze oft trotzdem mit einer Festnahme.

Jetzt baut die Stadt ihr bestehendes Krisenteam zu einem 24-Stunden-Dienst aus, finanziert mit rund 400 Millionen Dollar aus einer Opioid-Klage, die Baltimore 2018 unabhängig von einem landesweiten Vergleich gegen Pharmafirmen führte. Ein ähnliches Modell läuft in Durham, North Carolina, schon seit 2021: Von mehr als 12.000 umgeleiteten Notrufen brauchten nur 0,02 Prozent zusätzlich Polizei, und die Reaktionszeiten sanken für alle Anrufarten.

Für Menschen wie die Frau auf dem Parkplatz heißt das: Aus dem Notruf wird ein Zugang zu Hilfe, nicht zu einer Zelle.

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Primärquelle
Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von The Optimist Daily.
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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

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