Berlin geht mit einem Miet-Kataster gegen Wucher vor
Ein zentrales Verzeichnis soll überhöhte Mieten sichtbar machen – und Mieter schützen.
Wer in Berlin eine Wohnung sucht, ist nicht zu beneiden: Der Wohnraum ist knapp, die Konkurrenz groß und die Mieten sind hoch. 15,68 Euro kostet hier der Quadratmeter; in Städten wie Hagen, Halle oder Magdeburg zahlt man gerade einmal die Hälfte.
Einer der Gründe für die hohen Mieten: Vermieterinnen und Vermieter, die für ihre Wohnungen mehr Geld verlangen, als sie eigentlich dürften. Das Problem dabei ist nicht nur der Preis, sondern die fehlende Übersicht – wer überhöhte Mieten nachweisen will, hat es schwer.
Genau hier setzt der Beschluss an: Ein zentrales digitales Wohnungs- und Mietkataster soll künftig einen Überblick über alle Mietwohnungen in Berlin geben. Das hat das Berliner Abgeordnetenhaus in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause Anfang Juli beschlossen.
In dem Kataster sollen unter anderem Angaben zu Adresse, Wohnfläche und Zahl der Räume erfasst werden – die Grundlage, um erlaubte und tatsächlich verlangte Mieten zu vergleichen.
Der Nutzen ist konkret: Was sichtbar ist, lässt sich überprüfen. Ein solches Verzeichnis macht Mietwucher überhaupt erst nachweisbar und gibt Mieterinnen und Mietern ein Werkzeug an die Hand, um sich zu wehren.
Ob das Kataster in der Praxis hält, was es verspricht, wird die Umsetzung zeigen. Doch für eine Stadt mit Millionen Mietwohnungen ist mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt ein Schritt, der viele Menschen im Alltag betrifft.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.
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