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Biber kehren zurück und reparieren ganze Flusslandschaften

Wo Biberdämme stehen, wächst der Lachsbestand messbar, Feuchtgebiete bremsen zugleich Dürre und Waldbrände.

66 Prozent des jungen Coho-Lachses in einem ganzen Flusssystem lebten in Teichen, die nur neun Prozent der Fläche ausmachten. Der gemeinsame Nenner dieser Teiche: Biber.

Oregons Wildnis hatte es in den vergangenen 20 Jahren hart getroffen: Lachse verschwanden, Waldbrände fraßen sich durch die Hügel, Dürre trocknete Böden aus. Forscher fanden Anfang der 2000er einen unerwarteten Grund: die fehlenden Biber, die ein Pelzhandel im 19. Jahrhundert fast ausgerottet hatte. Ohne die tiefen, kühlen Teiche hinter ihren Dämmen steigen die Wassertemperaturen, und Lachse brauchen genau solche ruhigen Gewässer zum Laichen.

Doch Biber hatten ein Imageproblem: Sie überfluten Straßen, Äcker und Waldstücke, ohne um Erlaubnis zu fragen. Erst 2024 wurden sie in Oregon offiziell als Wildtier statt als Schädling eingestuft. Beschleunigt haben das die Waldbrände selbst: Ein Biberteich ist ein natürlicher Feuerriegel, den Flammen kaum überspringen, und er hält Wasser bereit, wenn sonst nichts mehr fließt.

Die Bewegung reicht längst über Oregon hinaus: Colorado schützt Biber inzwischen gezielt, kalifornische Stämme meldeten nach einer Wiederansiedlung 22 Prozent mehr gespeichertes Wasser. In Europa, wo Schweden schon 1920 erste Tiere aussetzte, ist die Population auf etwa eine Million Tiere gewachsen, zuletzt kam Großbritannien dazu, wo Biber vier Jahrhunderte lang ausgestorben waren. Seit den ersten wilden Freilassungen im vergangenen Jahr messen Forscher dort bereits mehr gespeichertes Wasser und weniger Hochwasser flussabwärts.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Ein Biberteich stoppt ein Feuer, das ihn nicht überspringen kann"

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