Biber lösen Überschwemmungsproblem in London
Fünf Biber bauten Dämme und senkten Hochwasserrisiko – kostenlos und effektiv.

In Greenford, einem Vorort im Westen Londons, war Überschwemmung nach starkem Regen lange Alltag. Pendler mussten durch knöcheltiefes Wasser waten, um zur U-Bahn-Station zu gelangen. Der Bezirk Ealing stand vor der Wahl: teure technische Maßnahmen oder eine natürliche Lösung.
Die Wahl fiel auf Biber – Nagetiere, die für ihren Dammbau bekannt sind. 2023 wurden fünf Tiere auf einem zehn Hektar großen Gelände, dem Paradise Fields, ausgewildert. Die Biber begannen sofort, den Bachlauf umzugestalten. Sie bauten mehrere Dämme, die einen neuen See entstehen ließen. Sogar einen von Menschen gebauten Damm rissen sie ab und ersetzten ihn durch einen eigenen.
Das Ergebnis: Bei einem kürzlichen Starkregen blieb die Gegend trocken. „Selbst bei heftigem Regen am Montag gab es keine Überschwemmung“, berichtet Şeniz Mustafa, Englands erste städtische Biberbeauftragte. „Wenn sie sich etwas vornehmen, machen sie es richtig.“
Die Biber haben nicht nur das Hochwasserproblem gelöst, sondern auch die Artenvielfalt gesteigert. Seit ihrer Ansiedlung wurden vier neue Arten beobachtet, darunter der Stichling, ein kleiner Fisch. Auch Libellen, Frösche und 14 verschiedene Schmetterlingsarten sind zurückgekehrt. „Ohne Biber wäre das nicht passiert“, sagt Mustafa.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von Umweltgruppen, der Stadt Ealing und dem Bürgermeister von London. Es zeigt, dass natürliche Lösungen oft günstiger und effektiver sind als technische. „Wir machen es uns manchmal unnötig schwer“, so Mustafa. „Die Natur kann es selbst richten.“
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„Stell dir vor: Biber lösen ein Hochwasserproblem, das teure Ingenieursarbeiten erfordert hätte. Und sie machen es einfach besser."
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