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tiere Demokratische Republik Kongo · CD

Bonobos in Kongo lernen Menschen vertrauen

Nach vier Jahren täglicher Begleitung akzeptieren die Menschenaffen die Forscher als Teil des Waldes.

11. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Tief im Regenwald des Salonga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo beginnt der Tag für ein Team von Forschern und Trackern lange vor Sonnenaufgang. Schon um drei Uhr morgens brechen sie auf, um die Schlafplätze einer Gruppe von Bonobos zu erreichen, bevor die Menschenaffen erwachen. Bonobos sind eine der nächsten Verwandten des Menschen und leben nur in diesem Teil Zentralafrikas. Ihr Bestand ist durch Wilderei und Lebensraumverlust bedroht.

Die Forscher verfolgen die Tiere dann den ganzen Tag durch den dichten Regenwald, bis diese am Abend neue Nester für die Nacht bauen. Das Ziel dieser mühsamen Prozedur ist die sogenannte Habituierung – ein Prozess, bei dem die Tiere lernen, die Anwesenheit von Menschen als natürlichen Teil ihrer Umgebung zu akzeptieren. „Die ganze Idee der Habituierung ist, dass man die Gruppe jeden Tag auf eine sehr freundliche, nicht-interaktive Weise trifft, damit sie einen als Teil des Waldes akzeptieren“, erklärt Felix Bofeko, Assistenzforscher im Bonobo-Habituierungsprogramm.

Dieser Prozess dauert Jahre und erfordert unermüdliche Geduld. Die Forscher müssen konsistent und vorhersehbar sein, dürfen die Tiere niemals bedrängen oder füttern. Nach vier Jahren täglicher Begegnungen hat sich die Gruppe nun so weit an die Menschen gewöhnt, dass die wissenschaftliche Arbeit beginnen kann. Die gewonnenen Erkenntnisse über das Sozialverhalten, die Nahrungssuche und die Gesundheitsrisiken der Bonobos sind von unschätzbarem Wert für den Artenschutz.

Besonders bemerkenswert ist die Rolle der ehemaligen Wilderer im Team. Einige der Tracker waren früher selbst Jäger, die Bonobos töteten. Heute nutzen sie ihr tiefes Wissen über den Wald und die Tiere, um sie zu schützen. Ihre Ortskenntnis und ihre Fähigkeit, die Spuren der Bonobos zu lesen, sind für den Erfolg des Projekts entscheidend. So wird aus einer zerstörerischen Vergangenheit eine konstruktive Zukunft für die Art.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Vier Jahre lang sind Forscher jeden Tag in den Regenwald gegangen, um eine Gruppe Bonobos an Menschen zu gewöhnen. Jetzt hat es geklappt."

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