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Brasilien schützt Land eines unkontaktierten Volkes im Amazonas

Nach 25 Jahren hat Brasiliens Indianerbehörde FUNAI das Land eines isolierten Volkes im Amazonas endgültig markiert und geschützt.

19. August 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Im Amazonas-Regenwald leben mehrere indigene Völker, die keinen Kontakt zur Außenwelt suchen. Damit ihr Land geschützt ist, muss der brasilianische Staat es offiziell abgrenzen: Eine sogenannte Demarkierung legt die Grenzen eines Gebiets rechtlich fest und markiert sie sichtbar im Gelände, damit sie für alle erkennbar sind.

Genau das hat die brasilianische Indianerbehörde FUNAI jetzt für das Gebiet der Kawahiva abgeschlossen, ein isoliertes Volk im Bundesstaat Mato Grosso. Die Behörde hatte die Anwesenheit der Gruppe bereits 1999 bestätigt und 2001 begonnen, ihr Territorium zu vermessen. Im Juni und Juli 2026 verbrachten FUNAI-Mitarbeitende 60 Tage damit, die Grenzen des rund 411.000 Hektar großen Gebiets – etwa eine Million Acres – physisch zu markieren.

Dafür öffneten sie einen Pfad rund um das gesamte Land und stellten mehr als 140 Schilder an strategischen Punkten auf. "Hier in unserer Region machen das alle Grundstücksbesitzer so", sagte Jair Candor, der die zuständige FUNAI-Einheit für die Kawahiva koordiniert, gegenüber Mongabay. "Die Grenzen von Land werden markiert, indem man einen Weg darum herum öffnet, egal ob es einem weißen Menschen oder einem indigenen Menschen gehört." Das letzte von mehr als 100 Schildern wurde am 3. Juli 2026 aufgestellt.

Der Schutz kam nicht zu früh: Das Gebiet der Kawahiva war wiederholt von Holzfällern und Landräubern besetzt worden, was Wald zerstörte und die Gruppe in ihrem eigenen Lebensraum bedrohte. Zuvor war das Land nur zeitweise durch befristete Schutzanordnungen gesichert, gegen die Holzfirmen wiederholt vorgingen. "Die unkontaktierten Kawahiva sind seit Jahrzehnten in ihrem eigenen Wald bedroht, während sie einfach nur ihr Recht ausüben wollen, ohne Kontakt so zu leben, wie sie es wählen", erklärte Caroline Pearce, Direktorin der britischen Organisation Survival International.

Mit der abgeschlossenen Demarkierung hat das Gebiet nun eine feste, amtlich anerkannte Grenze – eine rechtliche Grundlage, um weitere Eingriffe durch Holzfäller und Landräuber leichter zu unterbinden. Für die Kawahiva bedeutet das nach 25 Jahren behördlicher Arbeit ein Stück verlässlichen Schutz für ihr Zuhause im Regenwald.

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„Ein Volk lebt seit Jahrzehnten isoliert im Amazonas, umgeben von Holzfällern. Jetzt ist sein Land offiziell geschützt."

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