Ökologie Guangxi

China stoppt Autobahnbau zum Schutz seltener Vögel

Aktivisten retten Lebensraum des Löffelstrandläufers – 20.000 Vögel profitieren

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Aktivisten retten Lebensraum des Löffelstrandläufers – 20.000 Vögel profitieren

In der südchinesischen Provinz Guangxi sollte eine 27 Meilen lange Autobahnstrecke direkt durch Küstenwatten und Mangroven führen – genau dorthin, wo jedes Jahr Zehntausende Zugvögel rasten und fressen. Unter ihnen der Löffelstrandläufer, ein kleiner Watvogel mit einem löffelförmigen Schnabel, der von der Weltnaturschutzunion IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft wird. Seine weltweite Population liegt bei weniger als 500 Tieren. Eine Zählung hatte allein in diesem Gebiet 14 Löffelstrandläufer nachgewiesen – genug, um die Fläche nach internationalem Ramsar-Abkommen als Feuchtgebiet von globaler Bedeutung zu schützen.

Der Student Li Jiahe erfuhr in den Niederlanden von dem Konflikt und handelte sofort. Statt lokaler Proteste schrieb er direkt an die UN-Behörde für das Ramsar-Abkommen. Parallel meldeten sich andere Aktivisten bei den Umweltbehörden, deren Telefonnummern in den Bauplänen standen. Bird Life International schaltete die chinesische Sektion ein. Doch zunächst schien alles verloren: Anfang Mai wurde die Baugenehmigung erteilt.

Dann kam eine zentrale Umweltinspektion nach Guangxi – ein mobiles Team, das regelmäßig durchs Land reist und Umweltverstöße prüft. Die Inspektoren hörten sich die Einwände an und stellten fest: Die ursprüngliche Umweltverträglichkeitsprüfung entbehrte jeder wissenschaftlichen Grundlage. Am 25. Mai stoppten die Behörden das Projekt. Die Lokalregierung versprach, alternative Routen zu prüfen und die Bedenken der Bevölkerung ernst zu nehmen.

Der Fall zeigt, dass selbst in einem autoritären System wie China Bürgerengagement wirken kann – wenn es klug und gezielt vorgeht. Die Aktivisten hatten nicht nur die richtigen Adressaten gefunden, sondern auch auf internationales Recht verwiesen. Für die Vögel bedeutet der Stopp: Ihre letzten Rastplätze in Guangxi bleiben vorerst erhalten. Und für die Menschen vor Ort? Einige von ihnen hätten sich über eine schnelle Straße in die Stadt gefreut. Doch es gibt Alternativen – und die werden nun geprüft.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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