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China und Russland setzen fast 500.000 junge Störe im Amur aus

Der einst leergefischte Grenzfluss bekommt Nachwuchs: gemeinsame Aussetzaktion für den fast verschwundenen Riesenstör.

Als die BBC 2008 in die frostige nordostchinesische Provinz Heilongjiang reiste, um einen Blick auf die berühmten Riesenstöre des Flusses zu erhaschen, mussten die Dokumentarfilmer feststellen: Es gab keine mehr. Der Fluss – auf Chinesisch Heilongjiang, „Schwarzer-Drachen-Fluss“, auf Russisch Amur – war chronisch überfischt.

Doch mit Chinas wirtschaftlichem Aufstieg wuchs auch die Sorge um die Umwelt, und dem Schutz des Heilongjiang-Störs wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. China teilt sich den Fluss mit Russland.

Umweltbehörden beider Länder kamen kürzlich in der Stadt Tongjiang zusammen, um gemeinsam große Mengen junger Fische im Fluss auszusetzen – nach Angaben der beteiligten Stellen hunderttausende, in der Summe bis in den Millionenbereich reichende Jungtiere.

Störe sind ein Sinnbild für die Verletzlichkeit alter Fischarten: Sie werden sehr alt und pflanzen sich erst spät fort, weshalb sich Überfischung besonders lange auswirkt. Genau deshalb sind Besatzaktionen wie diese so wichtig – sie geben dem Bestand über Jahre die Chance, sich wieder aufzubauen.

Bemerkenswert ist auch das Signal: Zwei Nachbarländer koordinieren sich, um eine gemeinsame Lebensgrundlage zu schützen. Artenschutz endet nicht an einer Grenze – ein Fluss und seine Fische kennen keine Landkarten.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Ein Fluss zwischen China und Russland war leergefischt – jetzt setzen beide Länder gemeinsam hunderttausende junge Störe wieder aus."

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