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Costa Rica: Aus altem Weideland wurde wieder Regenwald

Über 50 Jahre verwandelten ein Forscherpaar und viele Helfer altes Weideland in Nordwest-Costa-Rica zurück in Wald.

24. August 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Der Wald in Nordwest-Costa-Rica ist nicht von heute auf morgen zurückgekehrt. Zuerst mussten die Rinder von der Weide verschwinden. Dann mussten die Brände gestoppt werden, denn eingeschleppte Gräser auf dem alten Ranchland brannten viel leichter als natürliche Vegetation. Zäune mussten kontrolliert werden, und Samen mussten warten, bis Wind, Vögel, Fledermäuse und vorbeiziehende Tiere sie in ihren Mägen oder im Fell an den richtigen Ort trugen. Vor allem aber mussten Menschen glauben, dass aus Weideland wieder Wald werden kann - und lange genug bleiben, um es mitzuerleben.

Ein Nationalpark auf dem Papier schützt noch nichts von allein: Er kann trotzdem abbrennen, gewildert, abgeholzt, ignoriert oder von Anwohnern abgelehnt werden. Der eigentliche Aufbau brauchte Wissenschaft, Gehälter, politische Vereinbarungen, staatliche Investitionen, Schulprogramme, das Vertrauen der umliegenden Dörfer und tägliche Pflege über Jahrzehnte hinweg - und Menschen, die auch dann noch da waren, als der erste Schwung an Geld und Aufmerksamkeit längst verflogen war.

Öffentlich wird die Geschichte oft auf eine einzelne Figur verkürzt: einen amerikanischen Ökologen mit Bart, Kamera und einer Theorie. So einfach war es nie. Seit mehr als einem halben Jahrhundert arbeitet der Ökologe Daniel Hunt Janzen gemeinsam mit seiner Frau und wissenschaftlichen Partnerin Winnie Hallwachs an diesem Projekt - sie übersetzt bis heute oft zwischen der Wissenschaft und den Menschen vor Ort. Um die beiden herum wuchs ein größeres costa-ricanisches Vorhaben: getragen von Parkleitung, Feldpersonal, sogenannten Parataxonomen - vor Ort ausgebildete Fachkräfte, die Tier- und Pflanzenarten bestimmen können, ohne einen klassischen Universitätsabschluss zu haben -, außerdem von Lehrkräften, Spendern, Regierungsvertretern, Nachbarn und ganzen Familien, die aus einer Naturschutzidee eine funktionierende Landschaft machten.

Janzen ist inzwischen 87 Jahre alt. Seine Feldarbeit hat sich verlangsamt, und er hat sich von der universitären Lehre zurückgezogen, um sich auf seine Rolle als Chefwissenschaftler des Guanacaste Dry Forest Conservation Fund zu konzentrieren - der gemeinnützigen Naturschutzorganisation, die er und Hallwachs gemeinsam aufgebaut haben. Was bleibt, ist mehr als eine einzelne Lebensleistung: Es ist der Beweis, dass verlorene Wälder tatsächlich zurückkehren können, wenn genügend Menschen über eine sehr lange Zeit dranbleiben - nicht nur in den ersten aufgeregten Jahren, sondern über Jahrzehnte, in denen aus einer Idee eine tragfähige, lebendige Landschaft wurde.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Über 50 Jahre haben ein Ökologe und seine Frau in Costa Rica altes Weideland zurück in Regenwald verwandelt."

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