Deutschlands Müllberge schrumpfen weiter
2024 fielen 17,4 Millionen Tonnen weniger Abfall an – ein Rückgang um fast 5% zum Vorjahr.
Deutschlands Abfallberge schrumpfen – und das ist eine gute Nachricht für Umwelt und Klima. Laut dem Statistischen Bundesamt fielen im Jahr 2024 insgesamt 362,7 Millionen Tonnen Abfall an. Das sind 17,4 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr – ein Rückgang von fast 5 Prozent. Es ist der niedrigste Wert seit 2009.
Besonders deutlich war der Rückgang in der Baubranche. Bauschutt macht mit 182,8 Millionen Tonnen zwar immer noch die Hälfte der gesamten Abfallmenge aus. Doch im Vergleich zu 2023 sank diese Menge um mehr als 8 Prozent – und damit stärker als in anderen Bereichen. Auch Abfälle aus Produktion und Gewerbe gingen zurück.
Interessant: Die privaten Haushalte trugen kaum zur Einsparung bei. Der Rückgang kommt vor allem aus der Wirtschaft. Das zeigt, dass Unternehmen und Bauwirtschaft zunehmend auf Ressourcenschonung achten – sei es durch bessere Planung, Recycling oder effizientere Verfahren.
Die Entwicklung ist ein positives Signal für die Kreislaufwirtschaft. Weniger Abfall bedeutet weniger Deponien, weniger Verbrennung und weniger CO₂-Ausstoß. Wenn dieser Trend anhält, könnte Deutschland sein Ziel einer echten Abfallvermeidung erreichen – und das ohne wirtschaftliche Einbußen.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.