Ökologie

Drei Raubtiere teilen sich ein Tal in Nepal ohne Konflikte

Schneeleoparden, Wölfe und Leoparden fressen unterschiedliche Beute – das verhindert Rivalität.

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Schneeleoparden, Wölfe und Leoparden fressen unterschiedliche Beute – das verhindert Rivalität.

Im Lapchi-Tal im nepalesischen Gaurishankar-Schutzgebiet teilen sich drei der größten Raubtiere Asiens denselben Lebensraum – ohne sich ständig zu bekämpfen. Eine neue Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift PLOS One, zeigt, wie das funktioniert: Die Tiere vermeiden Konflikte, indem sie unterschiedliche Beute jagen.

Forscher haben über sechs Jahre hinweg mit 26 Kamerafallen und Kotanalysen die Nahrung der Tiere untersucht. Dabei stellten sie fest, dass Schneeleoparden sich fast ausschließlich von wilden Huftieren ernähren – fast die Hälfte ihrer Nahrung besteht aus Blauschafen. Himalaya-Wölfe fressen sowohl wilde Tiere wie Blauschafe und Moschushirsche als auch Haustiere wie Ziegen, Pferde und Yaks. Leoparden dagegen jagen vor allem Haustiere und Hunde, die in der Nähe menschlicher Siedlungen leben.

Diese Aufteilung der Nahrungsquellen verhindert, dass die Raubtiere in direkte Konkurrenz zueinander treten. Schneeleoparden und Wölfe teilen zwar etwa drei Viertel ihrer Beute, aber die Leoparden haben eine ganz eigene Nische. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse für den Artenschutz: Wenn man alle drei Arten schützen will, muss man sowohl die wilden Beutetiere als auch die Nutztiere der lokalen Bevölkerung im Blick behalten.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.

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