Erster Blauflossen-Thunfisch seit 60 Jahren in der Nordsee gefangen
Ein 745-Pfund-Fang zeigt: Die Fischbestände in der Nordsee haben sich dank nachhaltiger Fischerei erholt.
Jack Gardner konnte seinen Augen nicht trauen, als er den Koloss an seiner Angel sah. Der 745 Pfund schwere Blauflossen-Thunfisch, der stundenlang um sein Boot kämpfte, war der erste seiner Art, der seit 60 Jahren in der Nordsee gefangen wurde. Für Gardner und seine Crew war es der Fang ihres Lebens, und für Meeresbiologen ein klares Zeichen, dass sich das Ökosystem erholt hat.
Blauflossen-Thunfische sind Raubfische, die ganz oben in der Nahrungskette stehen. Sie können nur dort leben, wo es genug Beute gibt, erklärt Dr. Lucy Hawkes von der Universität Exeter. Dass ein so großer Fisch in der Nordsee auftaucht, bedeutet: Das Meer dort ist gesund. Möglich wurde das durch strenge Fangquoten, die die Fischbestände vor der Überfischung bewahrt haben.
In Großbritannien war Thunfischfang vor dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Industrie. Doch durch Überfischung von Thunfischen und ihren Beutetieren, den Heringen, brach die Population zusammen. Seitdem haben Schutzmaßnahmen dafür gesorgt, dass sich die Bestände erholen konnten. Der Fang von Jack Gardner ist nun der sichtbare Beweis, dass diese Maßnahmen wirken.
Der Fang ist nicht nur für die Fischerei ein Grund zur Freude, sondern auch für den Artenschutz. Er zeigt, dass nachhaltige Fischerei funktioniert und dass sich die Natur erholen kann, wenn man sie lässt. Für die Nordsee ist das ein hoffnungsvolles Zeichen, und vielleicht ein Vorbild für andere Regionen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Die Nordsee ernährt wieder Thunfische von 340 Kilo"
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