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Frauen führen Naturschutz in nigerianischem Gorilla-Schutzgebiet an

In 16 Dörfern rund um das Afi Mountain Wildlife Sanctuary setzen sich Frauengruppen gegen Wilderei und Umweltverschmutzung ein – für den Schutz der letzten 100 Cross-River-Gorillas.

06. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Im Südosten Nigerias, nahe der Grenze zu Kamerun, liegt das Afi Mountain Wildlife Sanctuary – ein 100 Quadratkilometer großes Schutzgebiet, das zu den letzten Rückzugsorten der Cross-River-Gorillas gehört. Von diesen Menschenaffen gibt es weltweit nur noch etwa 300 Tiere, rund 100 von ihnen leben in diesem und angrenzenden Schutzgebieten. Das Reservat ist aber nicht nur für Gorillas wichtig: Auch Nigeria-Kamerun-Schimpansen, Drill-Affen, Stachelschweine, Ducker-Antilopen sowie Dutzende Vogel-, Fledermaus- und Schmetterlingsarten sind hier zu Hause.

Das Schutzgebiet ist das gemeinsame Erbe von 16 Dörfern, die sich selbst als die „Landbesitzer“ des Reservats bezeichnen. Gemeinsam haben sie Initiativen und lokale Gesetze zum Schutz des Gebiets aufgestellt, oft in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen. Ein besonders ermutigendes Zeichen ist das wachsende Engagement von Frauengruppen in diesen Gemeinden. In Ulom, einem der Dörfer, trifft sich regelmäßig eine Frauenvereinigung im Palast des Königs. Bei ihrem letzten Treffen stand die Verschmutzung der Flüsse auf der Tagesordnung – ein zentrales Problem, das im Rahmen des breiteren Schutzkonzepts angegangen wird.

Asu Margaret, die Sekretärin der Gruppe, verliest aus einem Notizbuch: „Bei unserem letzten Treffen haben wir besprochen, wie wir Waldbrände in den Afi-Bergen verhindern können. Wir haben das Fällen von Bäumen abgelehnt. Wir halten am Verbot für Holzhändler fest.“ Diese Sätze zeigen, wie konkret die Frauen vor Ort handeln. Sie setzen nicht nur auf Verbote, sondern auch auf Aufklärung und gemeinschaftliche Kontrolle. Die Bewegung wächst: Immer mehr Frauen in den 16 Dörfern schließen sich zusammen, um die Natur zu schützen – leise, aber mit großer Wirkung.

Der Erfolg dieser Basisarbeit ist nicht nur für die Gorillas und andere Tiere wichtig. Intakte Wälder schützen das Klima, saubere Flüsse sichern die Trinkwasserversorgung der Dörfer, und die Artenvielfalt ist eine Lebensgrundlage für die Menschen. Die Frauen von Ulom und den Nachbardörfern zeigen, dass Naturschutz dann am besten funktioniert, wenn er von der Gemeinschaft selbst getragen wird – und dass Frauen dabei eine Schlüsselrolle spielen können.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In Nigeria schützen Frauen in 16 Dörfern die letzten Cross-River-Gorillas – leise, aber mit großer Wirkung."

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