Waldwissenschaftlerin aus dem Amazonasgebiet gestorben
María Laura Tolmos erforschte Biodiversität und gründete eine Schutzorganisation in Peru.
María Laura Tolmos Coquelet wuchs im peruanischen Amazonas auf. Als Kind erkundete sie die Flüsse mit dem Kajak und suchte an den Ufern nach Tieren. Die Natur war für sie kein abstraktes Konzept, sondern ihr Zuhause. Diese Erfahrung prägte ihren Lebensweg. Sie studierte Forstwissenschaften in Peru und ging dann nach Deutschland, wo sie an der Universität Göttingen einen Master und eine Promotion in Forstwissenschaften und Waldökologie absolvierte. Ihre Forschung untersuchte Muster der Pflanzen- und Baumvielfalt auf Inseln, inselähnlichen Ökosystemen, in Gebirgen und tropischen Landschaften. Sie analysierte verschiedene Dimensionen der Biodiversität – von der Taxonomie über die Evolutionsgeschichte bis zur Funktion – und die Umweltfaktoren, die sie formen. Ihre Wissenschaft war präzise, weil sie persönlich motiviert war. Abholzung, Umweltverschmutzung und Übernutzung natürlicher Ressourcen waren Probleme, die sie in Orten gesehen hatte, die sie kannte. Bei Wilderness International, wo sie als Co-Direktorin für Wissenschaft tätig war und im Vorstand von Wilderness International Perú saß, half sie, Besorgnis in Methode zu verwandeln: Feldwissen, ökologische Bewertung, institutionelles Vertrauen und langfristigen Schutz. Zusammen mit ihrem Ehemann Fabian Mühlberger und anderen trug sie zur Gründung von Wilderness International Perú im Jahr 2019 bei. Kollegen beschrieben sie als akribisch im besten Sinne – sie wollte saubere Daten, robuste Methoden und Antworten, die Bestand haben. María Laura Tolmos starb am 21. Juni in Barcelona an Brustkrebs, im Alter von 37 Jahren. Ihr Leben und ihre Arbeit zeigen, wie tiefe Verbundenheit mit der Natur zu wissenschaftlicher Exzellenz und konkretem Schutz führen kann.
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„Sie wuchs im Amazonas auf und wurde zur Wissenschaftlerin, die den Regenwald schützt. Ihr Tod mit 37 ist ein schwerer Verlust."
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