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Gestohlenes Picasso-Gemälde nach Pariser Diebstahl sichergestellt

Polizei findet bei Razzia ein 12-Millionen-Euro-Bild von Picassos Muse Marie-Thérèse Walter.

Ein gestohlenes Gemälde von Pablo Picasso ist nach einer Polizeirazzia in Frankreich wieder aufgetaucht. Die Beamten durchsuchten ein Haus in Champigny-sur-Marne nahe Paris, das einer Tante des Hauptverdächtigen gehört. Dabei stießen sie nicht nur auf Bargeld, Cannabis und Luxusmode im Wert von rund 230.000 Dollar, sondern auch auf das wertvolle Kunstwerk. Das Bild zeigt Marie-Thérèse Walter, die als Picassos „goldene Muse“ gilt und ihm eine der produktivsten Schaffensperioden bescherte.

Die vier Festgenommenen gestanden vor Gericht, das Gemälde aus einem Lagerhaus in Paris gestohlen zu haben, in dem einer von ihnen als Sicherheitsbeamter arbeitete. Laut der Zeitung „Art Newspaper“ handelte es sich um einen Gelegenheitsdiebstahl: Der Wachmann entdeckte das Bild, nahm es an sich und wusste offenbar nicht, was er damit anfangen sollte. Das Gemälde war zuvor von Picassos Sohn Claude Picasso authentifiziert und bei einer Auktion an einen Käufer in Singapur verkauft worden.

Picasso lernte Walter 1927 kennen, als sie aus einer Pariser U-Bahn-Station kam. Er sprach sie an und sagte: „Sie haben ein interessantes Gesicht, ich möchte ein Porträt von Ihnen malen. Ich bin Picasso.“ Trotz eines Altersunterschieds von fast 30 Jahren entwickelte sich daraus eine achtjährige Beziehung, aus der eine Tochter namens Maya hervorging. Die Serie von Bildern mit Walter als Modell zählt zu den teuersten Werken Picassos – so erzielte „Femme à la montre“ bei einer Auktion 139 Millionen Dollar.

Die Rückkehr des Gemäldes zu seinen Eigentümern ist ein Erfolg für die Polizei und ein kleiner Triumph für die Kunstwelt. Der Fall zeigt, dass selbst bei scheinbar ausweglosen Diebstählen eine Wiederbeschaffung möglich ist.

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„Stell dir vor, ein Picasso im Wert von 12 Millionen Euro taucht bei einer Drogenrazzia wieder auf. Genau das ist passiert."

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