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innovation China · CN

Gravitationsspeicher in China speichert 100 MWh

Ein 150 Meter hoher Betonturm speichert Energie durch Heben und Senken von Gewichten – eine Alternative zu Batterien.

Strom aus Sonne und Wind schwankt: Mal gibt es zu viel, mal zu wenig. Um diese Schwankungen auszugleichen, braucht es Speicher. Die bekannteste Lösung sind Batterien, aber sie sind teuer und ihre Rohstoffe begrenzt. Eine alternative Technik ist der Gravitationsspeicher – ein System, das überschüssige Energie nutzt, um schwere Gewichte in die Höhe zu ziehen. Wenn später Strom gebraucht wird, werden die Gewichte wieder abgesenkt und treiben dabei Generatoren an. Das Prinzip erinnert an ein Pumpspeicherkraftwerk, nur dass statt Wasser Betonblöcke bewegt werden.

In der chinesischen Provinz Jiangsu hat das Unternehmen Energy Vault nun einen solchen Speicher in Betrieb genommen. Der Turm ist 150 Meter hoch und kann 100 Megawattstunden Energie speichern – genug, um etwa 10.000 Haushalte für eine Stunde mit Strom zu versorgen. Die Anlage besteht aus einem Kran, der Betonblöcke stapelt und wieder absenkt. Die Steuerung erfolgt per Software, die je nach Strombedarf die Blöcke hebt oder senkt.

Der Vorteil dieser Technik: Sie kommt ohne seltene Erden oder giftige Chemikalien aus. Die Betonblöcke können aus recyceltem Material bestehen, und die Anlage hält Jahrzehnte ohne nennenswerten Kapazitätsverlust. Allerdings ist der Wirkungsgrad geringer als bei Batterien – etwa 80 Prozent der eingespeisten Energie kommen wieder heraus. Dennoch sehen Experten in Gravitationsspeichern eine sinnvolle Ergänzung für das Stromnetz, besonders in Regionen mit viel erneuerbarer Energie.

China treibt den Ausbau solcher Speicher voran, um sein Stromnetz stabiler zu machen. Die Anlage in Jiangsu ist ein erster Schritt; weitere Projekte sind geplant. Sollte sich die Technik bewähren, könnte sie auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen – als langlebige, umweltfreundliche Alternative zu Batterien.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: Ein 150 Meter hoher Turm hebt Betonblöcke hoch, um Strom zu speichern. Genau das läuft jetzt in China."

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