Sri Lanka schafft Visagebühren für 40 Länder ab
Touristen aus Deutschland und vielen weiteren Staaten reisen ab sofort gebührenfrei ein

Sri Lanka öffnet seine Türen für Touristen aus aller Welt: Seit dem 25. Mai können Reisende aus 40 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden, Australien, Kanada, China, Indien, Japan und die USA, kostenlos eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen beantragen. Die Gebührenbefreiung gilt für eine zweimalige Einreise innerhalb der Gültigkeitsdauer. Bisher lagen die Kosten für ein Touristenvisum je nach Herkunftsland zwischen 20 und 60 US-Dollar.
Die Entscheidung der sri-lankischen Einwanderungsbehörde ist ein strategischer Schachzug, um den Tourismussektor zu beleben, der für die Wirtschaft des Inselstaates von zentraler Bedeutung ist. Sri Lanka wirbt mit Stränden, Nationalparks und mehreren UNESCO-Welterbestätten wie der antiken Stadt Sigiriya und der Altstadt von Galle. Zu den neueren Attraktionen zählt der 2023 eröffnete, rund 300 Kilometer lange Pekoe Trail durch das zentrale Hochland. Die Abschaffung der Gebühren senkt die Einstiegshürde für Reisende und macht das Land im Wettbewerb um internationale Gäste attraktiver.
Trotz der Gebührenbefreiung müssen Reisende die ETA weiterhin vor der Anreise online beantragen. Eine Verlängerung des Aufenthalts über die 30 Tage hinaus ist gegen Zahlung der regulären Visagebühren möglich. Für Staatsangehörige der Malediven gilt weiterhin ein 90-Tage-Visum im Rahmen eines bilateralen Abkommens. Bereits vor dem 25. Mai gezahlte ETA-Gebühren werden nicht erstattet. Die Maßnahme zeigt, wie Länder durch gezielte politische Entscheidungen den Tourismus fördern und wirtschaftliche Impulse setzen können.
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