Hessen nimmt Kürzungen zurück und schafft 680 neue Lehrerstellen
Hessen investiert 50 Millionen Euro zusätzlich in Schulen, vor allem dort, wo der Förderbedarf am größten ist.

Deutschland fiel bei der jüngsten PISA-Studie so tief wie nie zuvor, gemessen an Alltagsaufgaben wie der Frage, ob zwei Einzeltickets oder ein Tagesticket günstiger sind. Hessen reagiert nicht mit einer Kommission, sondern mit Geld: 50 Millionen Euro zusätzlich für die Schulen des Landes, sofort wirksam.
Konkret entstehen 680 neue Stellen. Bereits beschlossene Kürzungen bei Lehrkräften und bei sozialpädagogischer Unterstützung sind vom Tisch. Der größte Teil, 550 Stellen, geht nicht gleichmäßig an alle Schulen, sondern nach Sozialindex: Wer viele Kinder aus einkommensschwachen Familien unterrichtet oder besonders hohen Unterstützungsbedarf hat, bekommt zuerst mehr Personal.
Andere Bundesländer kürzen bei Bildungsausgaben eher, als sie aufzustocken. Hessen macht das Gegenteil, ausgerechnet dort, wo der PISA-Rückstand am größten war: an Schulen in Stadtteilen mit vielen einkommensschwachen Familien oder hohem Unterstützungsbedarf. Für ein Kollegium an einer solchen Schule heißt das ab dem nächsten Schuljahr: mehr Lehrkräfte pro Klasse und mehr sozialpädagogische Unterstützung genau dort, wo sie bisher am meisten fehlte.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.
- KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.