Zurück
gesundheit Demokratische Republik Kongo · CD

Hilfslieferung: 250.000 Masken gegen Ebola in Kongo

Eine kalifornische Organisation schickt N95-Masken und Medikamente, um das Gesundheitssystem im Kongo zu entlasten.

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) hat nicht nur direkte Opfer gefordert. Wie schon bei der verheerenden Westafrika-Epidemie 2014 sterben viele Menschen an ganz anderen Krankheiten, weil das Gesundheitssystem zusammenbricht. Damals starben mehr als 10.000 Menschen an Malaria, HIV und Tuberkulose – fast so viele wie an Ebola selbst. Eine kalifornische Hilfsorganisation will genau das diesmal verhindern.

Direct Relief, eine seit 69 Jahren aktive Non-Profit-Organisation, hat nun die bislang größte Einzellieferung von N95-Atemschutzmasken im Kampf gegen Ebola auf den Weg gebracht. Mehr als eine Viertelmillion dieser speziellen Masken, die Viren und Bakterien zu 95 Prozent aus der Atemluft filtern, wurden gemeinsam mit Schutzbrillen und Schutzanzügen – alles gespendet vom Technologiekonzern 3M – aus dem Lager in Santa Barbara in die ostkongolesische Stadt Bunia geflogen.

Doch die Hilfslieferung enthält nicht nur Schutzausrüstung. Direct Relief packte auch essentielle Medikamente mit: Antibiotika, Mittel gegen Wurmbefall, Herz-Kreislauf-Medikamente, Diabetes-Medikamente, Magen-Darm-Arzneien, orale Rehydrationssalze und Wasseraufbereitungsmittel. „Eine wirksame Ebola-Bekämpfung muss zwei Dinge gleichzeitig tun: den Virus eindämmen und das allgemeine Gesundheitssystem am Laufen halten“, sagt Dr. Jeffrey Samuel, klinischer Pharmazeut und Regionaldirektor von Direct Relief für Afrika.

Vor Ort arbeitet Direct Relief mit der Organisation VillageReach zusammen, die in ganz Afrika die Gesundheitsversorgung verbessert. VillageReach wird die Verteilung gemeinsam mit dem kongolesischen Gesundheitsministerium koordinieren. Ziel ist es, die Hilfsgüter bis zur letzten Meile zu bringen – also dorthin, wo die Gesundheitsarbeiter an vorderster Front kämpfen. Zusätzlich werden 600 Gemeindegesundheitshelfer für die Früherkennung von Ebola-Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ausgebildet und eingesetzt.

Seit Mai 2023 hat Direct Relief bereits Medikamente und medizinische Hilfsgüter im Wert von über 10 Millionen Dollar in die DRC geliefert. Allein für die Diabetesversorgung wurden seit 2023 Hilfsgüter im Wert von 17,5 Millionen Dollar bereitgestellt, darunter Insulin, Spritzen, Teststreifen und Kühlschränke für temperaturempfindliche Medikamente. Die Organisation, die 1948 von einem estnischen Geschäftsmann gegründet wurde, der vor den Nazis floh, hat von Charity Navigator durchgehend die Höchstbewertung von vier Sternen erhalten.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Stell dir vor, du hast Angst vor Ebola, aber stirbst an Malaria, weil die Klinik zu ist. Genau das verhindert diese Lieferung."

Der tägliche Lichtblick

Magst du solche Geschichten?

Hol dir jeden Morgen eine — kuratiert, belegt, werbefrei. Kein Doomscrolling.

Weiteres aus gesundheit