Ökologie Neusüdwales

Indigene kaufen Feuchtgebiet in Australien zum Schutz

33.000 Hektar des Great Cumbung Swamp gehen in indigene Hand – ein wichtiger Rückzugsort für bedrohte Arten.

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33.000 Hektar des Great Cumbung Swamp gehen in indigene Hand – ein wichtiger Rückzugsort für bedrohte Arten.

Feuchtgebiete sind die Kinderstuben der Natur. Sie bieten Vögeln, Fröschen, Fischen und Reptilien einen geschützten Lebensraum, besonders wenn die Umgebung austrocknet. Der Great Cumbung Swamp im australischen Murray-Darling-Becken ist so ein Ort – ein Mosaik aus offenen Wasserflächen und Schilfbetten, gesäumt von Roten Flusseukalyptus-Wäldern. Jedes Jahr suchen rund 11.500 Wasservögel diesen Sumpf auf.

Doch das Gebiet war bedroht. Jahrzehntelang wurde dort Holz geschlagen und Vieh geweidet. 2019 kauften die Naturschutzorganisation The Nature Conservancy (TNC) und ein Investmentfonds das Land, um die Zerstörung zu stoppen. Die Beweidung wurde reduziert, die Natur begann sich zu erholen. Doch der nächste Schritt war entscheidend: Wer sollte das Land langfristig schützen?

Die Antwort kam von den Nari Nari, den traditionellen Eigentümern des Landes. Der Nari Nari Tribal Council (NNTC), eine Organisation für indigene Landverwaltung und Naturschutz, sammelte gemeinsam mit TNC Spenden und kaufte das 33.000 Hektar große Anwesen im Januar 2026. Der Kauf umfasst den größten Teil des Great Cumbung Swamp, der als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung eingestuft werden soll.

James Fitzsimons von TNC erklärte, der Sumpf sei ein Rückzugsort, wenn die umliegende Landschaft austrockne. Er beherberge bedrohte Arten wie die Australische Rohrdommel (Botaurus poiciloptilus), den Murray-Dorsch (Maccullochella peelii) und den Südlichen Glockenfrosch (Litoria raniformis). Der Schutz durch indigene Hand sichert diesen Arten eine Zukunft.

Dieser Fall zeigt, wie indigene Gemeinschaften eine Schlüsselrolle im Naturschutz übernehmen können. Statt Land zu verkaufen oder zu zerstören, wird es nun traditionell und nachhaltig bewirtschaftet. Es ist ein Modell, das weltweit Schule machen könnte: Die Menschen, die seit Jahrtausenden mit der Natur leben, werden zu ihren Hütern.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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