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Johns Hopkins holt Spitzenforscher für Klima, KI und Medizin

Zehn neue Professuren und Auszeichnungen stärken Forschung zu Ernährung, Kosmologie und Nanotechnologie.

Beat: Gesundheit & Forschung · Peer-Review

Die Johns Hopkins University in Baltimore hat im ersten Halbjahr 2025 mehrere Spitzenforscher berufen und damit ihre Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Ernährung, Klima, Künstliche Intelligenz und Medizin ausgebaut. Die neuen Professoren kommen von Eliteuniversitäten wie Columbia, der Sorbonne und dem Georgia Institute of Technology.

Jessica Fanzo kehrte als Professorin für Ernährungspolitik und Klima an die Universität zurück. Sie hatte zuvor zwei Jahre lang das Food for Humanity-Institut an der Columbia University geleitet. Fanzo forscht daran, wie Lebensmittelsysteme so umgestaltet werden können, dass sie gesunde, nachhaltige und gerechte Ernährung für alle ermöglichen. Ihre Arbeit ist besonders relevant, da die Weltbevölkerung wächst und der Klimawandel die Landwirtschaft bedroht.

Der Kosmologe Benjamin Wandelt nutzt Methoden der Statistik und Künstlichen Intelligenz, um aus astronomischen Daten neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums zu gewinnen. Er kam vom Institut d'Astrophysique de Paris und dem Flatiron Institute in New York. Der Materialwissenschaftler Younan Xia entwickelt Nanomaterialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften für die Medizin, Elektronik und Energieumwandlung – etwa winzige Partikel, die gezielt Medikamente im Körper freisetzen können.

Die Universität rief zudem ein neues Programm für herausragende Besucher in den Künsten und Geisteswissenschaften ins Leben. Die ersten Gäste sind die Künstlerin und Architektin Maya Lin, die als Studentin den Entwurf für das Vietnam Veterans Memorial in Washington gewann, und der Historiker David Nirenberg. Zehn Forscher wurden in die American Association for the Advancement of Science gewählt, die weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft. Darunter sind Physiker, Biologen und Mediziner, die unter anderem an RNA-Therapien und Nierenerkrankungen forschen.

Der Chemieingenieur Ive Hermans sucht nach umweltfreundlicheren Produktionsverfahren, die weniger Abfall und Energie verbrauchen. Der Neurowissenschaftler Ilya Monosov untersucht, wie das Gehirn Neugier und Entscheidungen steuert – und was bei psychischen Störungen wie Zwangsstörungen schiefgeht. Zwei Professoren erhielten Guggenheim-Stipendien, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Geistes- und Sozialwissenschaftler. Der Synthetische Biologe Reza Kalhor bekam den Präsidenten-Innovationspreis für seine Arbeit an Genom-Aufzeichnungstechnologien, die helfen sollen, Krankheiten Jahrzehnte vor ihrem Ausbruch zu erkennen.

Vier weitere Forscher wurden in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, zwei in die National Academy of Sciences – darunter Ulrich Mueller, dessen Forschung zu Hörverlust-Mutationen Hoffnung auf Heilung von Taubheit gibt.

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„Eine Uni holt sich die besten Köpfe für Ernährung, KI und Nanomedizin – das könnte unsere Zukunft verändern."

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