Kalifornien macht Finanzwissen zur Pflicht an High Schools
Der 26. US-Bundesstaat verpflichtet Schüler zu einem Kurs über Sparen, Kredite und Steuern.

Wer in den USA die Schule verlässt, hat oft nie gelernt, wie ein Kredit funktioniert, wie man eine Steuererklärung liest oder was ein Altersvorsorgeplan überhaupt ist. Das soll sich in Kalifornien nun grundlegend ändern. Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat hat ein 2024 verabschiedetes Gesetz umgesetzt, das ab Herbst 2027 für alle öffentlichen High-School-Schüler einen eigenständigen, einsemestrigen Kurs in Finanzbildung vorschreibt – auch an Charter-Schulen. Damit ist Kalifornien der 26. US-Bundesstaat, der ein solches Pflichtfach einführt.
Der Lehrplan deckt 13 Themenfelder ab: Bankkonten und wie man Gebühren vermeidet, den Zusammenhang zwischen Schulden und Kreditwürdigkeit, Kredite, Steuererklärungen und Gehaltsabrechnungen, Investieren und Altersvorsorge über steuerbegünstigte Rentenpläne und Aktienfonds, Versicherungen, den Umgang mit Betrug und Identitätsdiebstahl, Budgetplanung sowie Finanzierungswege für Studium und Berufsausbildung.
„Sparen, investieren und klug mit Geld umgehen sind Fähigkeiten fürs ganze Leben, die junge Erwachsene lernen sollten, bevor sie ins Berufsleben starten – nicht danach", sagte Gouverneur Gavin Newsom. Einige kalifornische Schuldistrikte haben nicht auf das Landesgesetz gewartet. Der Fresno Unified School District, der drittgrößte Schulbezirk des Staates, bietet entsprechende Kurse bereits seit 2023 an – sie zählen inzwischen zu den gefragtesten Wahlfächern des Bezirks. Eine Lehrerin, die den landesweiten Rollout begleitet, berichtet von hohem Engagement der Schüler, besonders bei Themen wie Altersvorsorge, Sparplänen und Kreditwürdigkeit.
Der Unterschied zu freiwilligen Angeboten ist entscheidend: Weil der Kurs verpflichtend ist, erreicht er künftig jeden Jahrgang – nicht nur jene Schüler, die sich ohnehin für Finanzthemen interessieren oder deren Eltern das Thema zu Hause behandeln. Landesweit ist die Entwicklung Teil eines größeren Trends: Rund 30 US-Bundesstaaten haben inzwischen ähnliche Vorgaben beschlossen oder planen sie. Für Millionen künftiger Schulabgänger könnte das bedeuten, mit einer soliden Grundlage in Geldfragen ins Erwachsenenleben zu starten – statt sie sich mühsam und teuer selbst beibringen zu müssen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Kalifornien macht Finanzbildung ab 2027 zum Pflichtfach an jeder High School – als 26. US-Staat mit dieser Regel."
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