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Kanadas neue Nickelmine soll auch CO2 dauerhaft speichern

1,5 Millionen Tonnen Kohlenstoff sollen jährlich im Gesteinsabraum der neuen Mine gebunden werden.

Nickel steckt in Edelstahl, in hochwertigen Legierungen – und zunehmend in den Batterien von Elektroautos, die ohne den Rohstoff kaum auskommen. Das Problem: Rund 67 Prozent der weltweiten Nickelförderung konzentriert sich auf Indonesien, wo einfache tropische Böden den Abbau zwar erleichtern, dieser aber seit 2024 auch als Hauptursache der Entwaldung auf den Inseln Sulawesi und Halmahera gilt.

Westliche Hersteller waren deshalb über Jahrzehnte fast ausschließlich auf Lieferungen aus Indonesien, den Philippinen und China angewiesen – Länder, in denen sich Umwelt- und Sozialstandards des Abbaus kaum unabhängig überprüfen lassen. Das kanadische Unternehmen Canada Nickel will das ändern: Ende Juli erhielt sein „Crawford"-Projekt im Bergbaubezirk Timmins in Ontario die finale behördliche Genehmigung – die erste überhaupt, die unter Kanadas reformiertem Umweltprüfgesetz erteilt wurde, das besonders hochwertige Projekte gezielt schneller genehmigen soll.

Das Vorkommen wird auf 3,8 Millionen Tonnen Nickel geschätzt, im gesamten Gebiet könnten es laut Ressourcenschätzungen bis zu 12 Millionen Tonnen sein. Damit wäre Crawford nicht nur die größte für westliche Märkte zugängliche Nickelquelle, sondern eine der größten weltweit – mit dem erklärten Ziel, Entwaldung, Erosion und Verschmutzung von Anfang an zu vermeiden.

Besonders bemerkenswert ist ein zusätzliches, patentiertes Verfahren des Unternehmens: Beim Mahlen des Gesteins, aus dem das Nickel gewonnen wird, soll atmosphärischer Kohlenstoff dauerhaft im übrig bleibenden Gesteinsstaub gebunden werden – nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr während des Betriebs. Finanziert werden soll ein Teil des Projekts über den Verkauf entsprechender CO2-Zertifikate.

Kanadas Premierminister bezeichnete das Projekt als neuen weltweiten Standard für verantwortungsvollen Bergbau. Ob sich dieser Anspruch im laufenden Betrieb bestätigt, wird sich erst zeigen – die Genehmigung ist ein wichtiger, aber eben erst der erste Schritt, bevor die Mine tatsächlich Nickel fördert und Kohlenstoff speichert.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Eine neue Mine in Kanada soll beim Nickelabbau gleichzeitig 1,5 Millionen Tonnen CO2 im Jahr in ihrem eigenen Gestein einlagern."

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