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KI zeigt, wo Städte dichter bauen sollten

Neue Studie nutzt 10 Millionen Datenpunkte, um in sechs Metropolen die ideale Nachverdichtung zu finden.

Städte wachsen, und mit ihnen die Pendelstrecken. Klar ist: Wer Autofahrten reduzieren will, muss die Stadt so bauen, dass Wege kurz sind. Bisher wusste man aber nicht genau, wo neue Wohnungen den größten Nutzen bringen. Eine neue Studie liefert jetzt erstmals eine Methode, um das für jede Stadt präzise zu bestimmen.

Die Forscher sammelten zehn Millionen Datenpunkte zu morgendlichen Autopendelstrecken in sechs Metropolen: Berlin, Boston, Los Angeles, San Francisco Bay Area, Rio de Janeiro und Bogotá. Mit einem Algorithmus analysierten sie, wie verschiedene Faktoren – Entfernung zu Arbeitsplätzen und Stadtzentrum, Bevölkerungsdichte, Einkommen und Straßennetz – die Länge der Autofahrten beeinflussen.

Das Ergebnis: Der wichtigste Faktor ist die Nähe zu Jobs und Zentrum – nicht die Dichte oder die Straßenform. Aber die Wirkung variiert von Stadt zu Stadt. In Berlin und Boston, die ein klares Zentrum haben, ist der beste Ort für neue Wohnungen ein Ring um die Innenstadt, wo noch Platz ist, aber das Zentrum gut erreichbar bleibt. In Boston liegt dieser Ring etwa 10 bis 21 Kilometer vom Stadtkern entfernt. In polyzentrischen Städten wie Los Angeles und der Bay Area sollte man dagegen dort bauen, wo viele Arbeitsplätze sind.

Die Studie kann nicht sagen, wie man Menschen ganz vom Auto aufs Rad oder in den Bus bringt. Aber sie zeigt, wie man die Fahrten, die mit dem Auto gemacht werden, verkürzen kann. Die Forscher betonen, dass die Strategie stadtspezifisch angepasst werden muss. Mit ähnlichen Analysen für andere Verkehrsmittel und Tageszeiten ließe sich das Bild vervollständigen – und der Weg zu einer wirklich klimafreundlichen Stadtplanung ebnen.

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„Stell dir vor, deine Stadt wüsste genau, wo sie bauen muss, damit du kürzer zur Arbeit fährst. Genau das haben Forscher jetzt rausgefunden."

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