Langsames Atmen macht mutiger
Studie zeigt: Verlängerte Ausatmung senkt Herzschlag und fördert Risikobereitschaft.

Situationen, die Mut erfordern, kennen wir alle: dem Kollegen sagen, dass ein Kommentar nicht gepasst hat, oder ins eiskalte Wasser springen. Unser Herz rast, wir zögern. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigt: Tiefes Durchatmen kann helfen, mutiger zu werden.
Bekannt war bereits, dass unser körperlicher Zustand unsere Entscheidungen beeinflusst. Die Neurowissenschaftlerin Soyoung Q Park, Leiterin der Studie, erklärt, dass bislang unklar war, ob bewusste Körperregulation – wie gezielte Atmung – den Entscheidungsprozess aktiv steuern kann. Ihr Team untersuchte dies an 41 gesunden Teilnehmenden.
Die Probanden trafen risikoreiche Entscheidungen, während sie entweder normal oder langsamer mit verlängerter Ausatmung atmeten. Ergebnis: Die langsame Atemtechnik führte zu riskanteren Entscheidungen. Sie verringert den Herzschlag und aktiviert im Gehirn ein Areal, das uns empfänglicher für Belohnungen macht. So beurteilen wir Situationen positiver und gehen eher Risiken ein.
Die Studie liefert erstmals Belege dafür, dass Atemtechniken nicht nur entspannen, sondern konkret unser Entscheidungsverhalten verändern können. Für den Alltag bedeutet das: Wer mutiger sein will, kann bewusst langsamer atmen – ein einfacher, aber wirkungsvoller Trick.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Langsames Atmen macht mutiger – eine Studie zeigt, wie wir unseren Herzschlag nutzen können, um Risiken einzugehen."
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