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KI erkennt Enkeltrick-Betrug in Echtzeit

Ein 19-Jähriger entwickelt ein System, das Schockanrufe erkennt und Gespräche beendet.

„Hey Oma, ich bin’s! Du, ich hatte einen Unfall, kannst du mir ein paar Hundert Euro schicken? Jetzt sofort?“ – Anrufe wie diese sind als Enkeltrick bekannt. Betrüger geben sich als Verwandte aus, bauen Druck auf und erbeuten weltweit Milliardensummen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die oft überrumpelt werden und in ihrer Not schnell handeln.

Ein 19-Jähriger aus Bayern will das ändern. Vincent Nack hat ein KI-System entwickelt, das solche Schockanrufe in Echtzeit erkennt. Der Minicomputer wird zu Hause an den Router angeschlossen und hört Telefongespräche auf dem Festnetz mit. Die KI verschriftlicht das Gesagte und wertet es lokal aus – ohne dass Daten nach außen gehen. Erkennt sie verdächtige Muster wie Drohungen oder Druck, kann sie das Gespräch eigenständig beenden.

Die Grundlage für die Entscheidungen liefern anonymisierte Protokolle von echten Schockanrufen. Die KI lernt, welche Gesprächsverläufe typisch für Betrug sind. Wird ein ähnliches Muster erkannt, greift sie ein – etwa durch einen lauten Alarmton, der die Senioren warnt. Gleichzeitig können Angehörige per SMS benachrichtigt werden.

Das System ist noch nicht auf dem Markt, aber die Idee zeigt, wie Technologie konkret helfen kann. Statt nur zu warnen, greift die KI aktiv ein. Das könnte besonders für pflegende Angehörige eine Erleichterung sein, die nicht immer vor Ort sein können. Der Enkeltrick ist ein wachsendes Problem – aber vielleicht bald ein auslaufendes Modell.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Ein 19-Jähriger hat eine KI gebaut, die Enkeltrick-Anrufe erkennt und einfach auflegt. Wie genial ist das?"

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