Lemur-Forscher und Bürgerrechtler Peter Klopfer gestorben
Der Duke-Professor half, das Recht auf ein schnelles Gerichtsverfahren zu etablieren und gründete das weltweit größte Lemuren-Zentrum.

Peter Klopfer, der am 5. Juni im Alter von 95 Jahren starb, war ein Mann mit zwei Leben – und beide haben die Welt verändert. Als Zoologe an der Duke University in North Carolina half er, die Verhaltensökologie zu entwickeln, ein Forschungsfeld, das untersucht, wie das Verhalten von Tieren durch ihre Umwelt geformt wird. Er erforschte die Bindung zwischen Mutter und Kind bei verschiedenen Arten und war Mitbegründer des Duke Lemur Center, das heute die größte Sammlung von Lemuren außerhalb Madagaskars beherbergt. Lemuren sind Primaten, die nur auf Madagaskar vorkommen und durch Abholzung und Jagd bedroht sind.
Doch Klopfer war nicht nur Wissenschaftler. In den späten 1950er Jahren, als die Rassentrennung in den Südstaaten der USA noch gesetzlich verankert war, engagierte er sich in der Bürgerrechtsbewegung. Er wurde verhaftet, weil er sich weigerte, sich von einem getrennten Restaurant zu entfernen. Sein Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof der USA, der 1967 entschied, dass das Recht auf ein schnelles Gerichtsverfahren – der sechste Zusatzartikel zur Verfassung – auch für die Bundesstaaten gilt. Zuvor galt dieses Recht nur auf Bundesebene. Das Urteil stärkte die Rechte von Angeklagten im ganzen Land.
Klopfers Leben zeigt, dass Fortschritt oft von Menschen kommt, die in mehr als einem Bereich wirken. Seine wissenschaftliche Arbeit half, bedrohte Arten zu schützen, während sein juristischer Einsatz die Justiz gerechter machte. Beides erforderte die gleichen Eigenschaften: Geduld, Mut und die Bereitschaft, gegen den Strom zu schwimmen. Sein Vermächtnis lebt im Duke Lemur Center weiter, das heute Forschung und Artenschutz verbindet, und in den Gerichtssälen, in denen Angeklagte ein faires Verfahren erhalten.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Ein Mann, zwei Leben: Er rettete Lemuren vor dem Aussterben und erkämpfte ein Grundrecht für alle Angeklagten. Unglaublich."
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