Ökologie

Gerettete Pangoline kehren in die Wildnis zurück

Wissenschaftler verfolgen zwei freigelassene Schuppentiere per Funk, um ihr Überleben zu sichern.

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Wissenschaftler verfolgen zwei freigelassene Schuppentiere per Funk, um ihr Überleben zu sichern.

In einem Waldschutzgebiet im Nordosten Bangladeschs haben zwei Chinesische Pangoline eine zweite Chance bekommen. Die Tiere wurden aus dem illegalen Wildtierhandel gerettet und nun wieder in die Freiheit entlassen. Chinesische Pangoline (Manis pentadactyla) sind eine von acht Pangolinarten weltweit und gelten als die am stärksten von Wilderei bedrohten Säugetiere der Erde. Ihre Schuppen und ihr Fleisch werden in China und Vietnam für traditionelle Medizin und als Delikatesse stark nachgefragt. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „vom Aussterben bedroht“ ein – die höchste Gefährdungsstufe vor dem Aussterben in freier Wildbahn.

Die beiden freigelassenen Tiere tragen winzige Funksender, mit denen die Wissenschaftler ihre Bewegungen, ihr Verhalten und ihr Überleben verfolgen können. Shahriar Caesar Rahman, Mitgründer und Geschäftsführer der bangladeschischen Naturschutzorganisation, die das Projekt leitet, betont, wie wenig über die Art in Bangladesch bekannt sei. Die Daten der Sender sollen helfen, die Lebensweise der scheuen Tiere besser zu verstehen – etwa welche Lebensräume sie bevorzugen, wie weit sie wandern und ob sie in der Wildnis zurechtkommen.

Die Auswilderung ist mehr als ein Einzelfall: Sie ist Teil eines größeren Versuchs, die lokale Population zu stärken und gleichzeitig Wissen für den Artenschutz zu gewinnen. Denn Pangoline sind extrem schwer zu beobachten. Sie sind nachtaktiv, leben versteckt in Erdhöhlen und ernähren sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten. Ohne die Sender wüsste man kaum, ob die Tiere nach der Freilassung überleben.

Das Projekt zeigt, dass Artenschutz auch in Krisenregionen möglich ist – wenn Wissenschaft und lokale Initiativen zusammenarbeiten. Die Erkenntnisse könnten künftig helfen, weitere gerettete Pangoline erfolgreich auszuwildern und so einen Beitrag gegen das Artensterben zu leisten.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.

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