Libanons Parlament stimmt für Ende der Todesstrafe
Als erstes Land im Nahen Osten will der Libanon die Todesstrafe abschaffen, betroffen sind 84 Menschen im Todestrakt.
84 Menschen sitzen derzeit in libanesischen Gefängnissen im Todestrakt, manche seit Jahrzehnten. Hingerichtet wurde im Land seit 2004 niemand mehr, verhängt wurde die Todesstrafe trotzdem weiter.
In Deutschland ist die Todesstrafe seit 1949 per Grundgesetz verboten, in großen Teilen der Welt gilt sie bis heute, gerade im Nahen Osten ausnahmslos. Genau das soll sich im Libanon jetzt ändern. Eine Mehrheit der 128 Abgeordneten im libanesischen Parlament hat für ein Gesetz gestimmt, das die Todesstrafe vollständig abschafft, kein anderes Land der Region hat diesen Schritt bisher gemacht.
Damit das Gesetz in Kraft tritt, muss noch Präsident Joseph Aoun unterschreiben, seine Regierung hat die Reform öffentlich unterstützt. Raphaël Chenuil-Hazan von der Menschenrechtsorganisation ECPM nennt die Entscheidung einen "historischen Durchbruch", der den Weg zu einer gerechteren und sichereren Gesellschaft ebnet. Weltweit haben in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Staaten die Todesstrafe abgeschafft, mit dem Libanon würde erstmals auch ein Land im Nahen Osten dazugehören.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Erstmals schafft ein Land im Nahen Osten die Todesstrafe ab"
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