Gesundheit Papua-Neuguinea

Malaria-Tote in Papua-Neuguinea um 92% gesunken

Dank besserer Tests und Medikamente starben 2024 nur noch 148 Menschen an Malaria – ein historischer Erfolg.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Malaria ist eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt – übertragen durch Mücken, die den Parasiten Plasmodium in den Blutkreislauf des Menschen bringen. Besonders in tropischen Regionen fordert die Krankheit jedes Jahr Hunderttausende Todesopfer, vor allem Kinder unter fünf Jahren. Papua-Neuguinea, ein Inselstaat im Pazifik, trug lange die Hauptlast: Rund 90 Prozent aller Malariafälle in der gesamten westpazifischen Region wurden hier registriert.

Doch nun meldet das Land einen historischen Erfolg. Wie Lucy Dally, die nationale Malaria-Koordinatorin, auf einer Gesundheitskonferenz in der Provinz Morobe bekannt gab, ist die Sterberate von 13 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2000 auf nur noch 1 pro 100.000 gesunken – ein Rückgang um 92 Prozent. Während im Jahr 2000 noch rund 700 Menschen jährlich an Malaria starben, waren es 2024 nur noch 148. Allein in der bevölkerungsreichsten Provinz Morobe wurden nur 66 Todesfälle verzeichnet.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem systematischen Ansatz aus Prävention, Diagnose und Behandlung. Statt auf einen Impfstoff zu warten, setzte die Gesundheitsbehörde auf den flächendeckenden Einsatz von Schnelltests und sogenannten Artemisinin-Kombinationstherapien – Medikamentencocktails, die den Malaria-Parasiten in mehreren Angriffspunkten bekämpfen und so Resistenzen vorbeugen. „Der Rückgang der Todesfälle ist das Ergebnis der Zusammenarbeit verschiedener Akteure“, erklärte Dally. „Das Überwachungsteam sammelt Daten, informiert das Malaria-Team, und dieses handelt dann gezielt.“

Die nationale Strategie sieht ehrgeizige Ziele vor: Die Zahl der Malariafälle soll um 63 Prozent, die Todesfälle sogar um 95 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig sollen 95 Prozent der Bevölkerung unter insektizidbehandelten Moskitonetzen schlafen. Allein in diesem Jahr verteilten die Provinzgesundheitsteams Netze, Medikamente und Testkits an 60 Gesundheitszentren im ganzen Land.

Der Erfolg Papua-Neuguineas ist ein seltenes Beispiel dafür, wie mit konsequentem Einsatz bewährter Mittel – ohne neue Impfstoffe oder Hightech – eine der hartnäckigsten Krankheiten der Welt zurückgedrängt werden kann. Er zeigt, dass selbst in Ländern mit schwieriger Topografie und begrenzten Ressourcen große Fortschritte möglich sind, wenn Politik, Gesundheitspersonal und Gemeinden an einem Strang ziehen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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