Mentoring-Programme fördern Jugendliche weltweit
Drei Initiativen in London, Armenien und Afrika helfen jungen Menschen durch Mentoring und kreative Bildung.

Mentoring kann das Leben junger Menschen grundlegend verändern. In London organisiert The Kids' Network Einzel-Mentoring für Kinder und Jugendliche. Ehrenamtliche treffen ihre Schützlinge regelmäßig, reden, unternehmen etwas und schaffen einen vertrauensvollen Raum. Das Ergebnis: 91 Prozent der Mentees berichten von mehr Wohlbefinden, besseren sozialen Fähigkeiten und einem größeren Gefühl der Möglichkeiten. „Mentoring war wie ein Treffen mit jemandem, der versteht, wie soziale Dinge funktionieren – es fühlte sich einfach wie ein sicherer Ort an“, sagt Daniel, ein Teilnehmer. Geschäftsführerin Louise Johns-Shepherd bringt es auf den Punkt: „Es braucht eine ganze Stadt, um ein Kind großzuziehen.“
Ein anderer Ansatz verfolgt das TUMO Center for Creative Technologies. Gegründet in Armeniens Hauptstadt Jerewan, bietet es Jugendlichen kostenlosen Zugang zu 14 kreativen und technischen Fächern – von Programmieren über Fotografie bis zu 3D-Modellierung. Die Jugendlichen bestimmen ihr eigenes Lerntempo, Coaches helfen bei Bedarf. Ihre Arbeiten sammeln sie in einem digitalen Portfolio. Mehr als 20.000 Teenager nehmen teil, und das Konzept hat sich ausgebreitet: Es gibt TUMO-Zentren in Paris, Berlin, Lissabon und Buenos Aires. Die Gründer Sam und Sylva Simonian wollten „hellen und motivierten Armeniern“ die Werkzeuge geben, um ihre Zukunft zu gestalten.
In Afrika schließlich setzt Akili Dada an. Die Organisation vergibt seit 2005 Stipendien an Mädchen und junge Frauen mit Führungspotenzial. Bisher wurden 268 Stipendien vergeben und über 2.500 Mädchen durch Mentoring begleitet. Neben finanzieller Unterstützung erhalten sie Führungstraining, Netzwerke und Beratung, die ihnen den Übergang von der Schule zur Universität und ins Berufsleben erleichtern. Das Programm folgt drei Säulen: washa (entzünden), angaza (verstärken) und urithi (Vermächtnis). Gründerin Wanjiru Kamau-Rutenberg betont: „Führung ist kein Zufall. Sie muss mit Absicht und Zielstrebigkeit gefördert werden.“
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„Drei Mentoring-Programme, die Jugendlichen wirklich helfen – in London, Armenien und Afrika. Das gibt Hoffnung."
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