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Mieterstrom: Solarstrom für 44 Millionen Mieter

Spezialisierte Dienstleister machen Mieterstrom wirtschaftlich – Vermieter und Mieter profitieren.

Rund 44 Millionen Menschen in Deutschland leben zur Miete – und bleiben bei der Energiewende bislang weitgehend außen vor. Der Grund liegt weniger in der Technik als in der Organisation: Vermieter müssten plötzlich Aufgaben eines Stromversorgers übernehmen, von der Abrechnung über den Einbau intelligenter Stromzähler bis zur Kommunikation mit Netzbetreibern. Genau hier setzen spezialisierte Dienstleister wie das GreenTech-Startup Metergrid an, die den gesamten Prozess übernehmen und Mieterstrommodelle wirtschaftlich umsetzbar machen.

Davon profitieren beide Seiten: Vermieter erzielen zusätzliche Einnahmen, Mieter erhalten günstigeren Strom. Julian Schulz, Gründer und Geschäftsführer von Metergrid, betont: „Demokratisierung und Akzeptanz der Energiewende wird man nicht schaffen, wenn man 40 Millionen Menschen in Deutschland nicht mitnimmt. Die Energiewende muss auch in die Mehrfamilienhäuser kommen.“ Seit Juni 2026 ist in Deutschland zudem das sogenannte Energy Sharing gesetzlich möglich: Überschüssiger Solarstrom kann damit über Grundstücksgrenzen hinweg an Nachbarn weitergegeben werden.

Schulz bewertet die Entwicklung grundsätzlich positiv, erwartet jedoch keinen schnellen Durchbruch: „Energy Sharing ist der richtige Schritt, aber es wird noch Jahre dauern, bis das Konzept wirklich in der Breite funktioniert. Dafür müssen Infrastruktur, Standards und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erst nachziehen.“ Besonders die Netzentgelte müssten reformiert werden, damit lokal geteilter Strom finanziell attraktiver wird. Zudem erschweren unterschiedliche Abläufe bei den zahlreichen Netzbetreibern eine schnelle Umsetzung neuer Modelle.

Trotzdem sieht Schulz großes Potenzial: Mieterstrom und Energy Sharing könnten künftig entscheidend dazu beitragen, die Energiewende in den Gebäudebestand zu bringen und Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Teilhabe sinnvoll miteinander zu verbinden. Das Modell wird als „Win-Win-Win-Situation“ bezeichnet – ein Gewinn für Mieter, Vermieter und das Klima.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„44 Millionen Mieter in Deutschland bekommen endlich Zugang zur Energiewende – und das ganz ohne komplizierte Technik."

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