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MIT-Studie: E-Autos sind überall günstiger und sauberer

Selbst in kalten Regionen und bei dreckigem Stromnetz sind E-Autos die bessere Wahl – und kosten nicht mehr als Verbrenner.

Wer ein Elektroauto kauft, tut das oft mit einem schlechten Gewissen – zumindest wenn man den gängigen Mythen glaubt. Zu kalt für die Batterie, zu dreckig der Strom, zu teuer die Anschaffung. Eine neue Studie des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) räumt nun gründlich mit diesen Vorurteilen auf. Die Forscher haben für jeden der 50 US-Bundesstaaten berechnet, wie sich ein E-Auto im Vergleich zu einem Benziner tatsächlich schlägt – und zwar unter realen Bedingungen.

Das Ergebnis ist eindeutig: In fast allen Regionen der USA sind Elektroautos über ihre gesamte Lebensdauer günstiger als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das liegt vor allem an den niedrigeren Betriebskosten – Strom ist günstiger als Benzin, und der Wartungsaufwand ist geringer. Selbst in kalten Bundesstaaten wie Minnesota oder North Dakota, wo die Batterieleistung im Winter nachlässt, bleibt das E-Auto die wirtschaftlichere Wahl. Die Studie zeigt, dass die höheren Anschaffungskosten durch die Einsparungen bei Energie und Wartung mehr als ausgeglichen werden.

Auch der zweite große Mythos hält der Überprüfung nicht stand: dass ein E-Auto auf einem dreckigen Stromnetz kaum sauberer sei als ein Benziner. Zwar variiert der CO₂-Fußabdruck je nach Strommix – in Kohleregionen ist er höher, in Wasserkraftregionen niedriger. Doch selbst im ungünstigsten Fall schneidet das E-Auto besser ab als ein vergleichbarer Verbrenner. Der Grund: Selbst ein ineffizientes Stromnetz ist immer noch effizienter als ein Verbrennungsmotor, der den Großteil seiner Energie als Wärme verpuffen lässt.

Die MIT-Studie ist besonders wertvoll, weil sie nicht mit Durchschnittswerten arbeitet, sondern individuelle Fahrprofile berücksichtigt. Wer viel Kurzstrecke fährt, profitiert besonders vom E-Auto – weil der Verbrenner auf kurzen Strecken am ineffizientesten ist. Wer dagegen regelmäßig lange Autobahnfahrten unternimmt, sieht die Vorteile etwas geringer, aber immer noch positiv. Die Forscher haben zudem die lokalen Strompreise, die regionalen Klimadaten und sogar die unterschiedlichen Benzinpreise in die Berechnung einfließen lassen.

Die Botschaft der Studie ist klar: Die Technologie ist reif. Die Kostenparität – also der Punkt, an dem ein E-Auto nicht mehr kostet als ein Benziner – ist in den USA bereits erreicht. In vielen Bundesstaaten ist das E-Auto sogar günstiger. Das ist ein starkes Argument für alle, die noch zögern – und ein Signal an die Politik, dass Förderprogramme nicht ewig laufen müssen. Die Studie zeigt: Der Markt regelt das jetzt von selbst.

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