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NASA testet flexibles Satellitennetz für Weltraum

PExT-Terminal schaltet nahtlos zwischen Regierungs- und kommerziellen Netzen um

Beat: Innovation & Wirtschaft · Peer-Review

Bislang waren Raumfahrzeuge wie Satelliten oder Raumsonden an ein einziges Kommunikationsnetz gebunden – ähnlich einem Handy, das nur mit einem einzigen Anbieter funktioniert. Die NASA hat nun gezeigt, dass das nicht mehr nötig ist. Ein spezielles Terminal namens PExT (Polylingual Experimental Terminal) kann nahtlos zwischen verschiedenen Satellitennetzen umschalten – sowohl staatlichen als auch kommerziellen.

Das Terminal startete im Juli 2025 an Bord eines Raumfahrzeugs der Firma York Space Systems. In ersten Tests bis Dezember 2025 sendete es Daten erfolgreich über das NASA-eigene Tracking- und Relaissatellitensystem sowie über die kommerziellen Netze von Viasat und SES Space and Defense. Seit Januar 2026 läuft eine erweiterte Testphase, die bis April 2027 dauern soll.

In dieser Phase testet die NASA unter anderem direkte Funkverbindungen zwischen dem Raumfahrzeug und Bodenstationen auf der Erde – konkret mit dem Partner SSC Space in Weilheim, Deutschland. Geplant sind mehr als 50 solcher Direktverbindungen. Die Idee: Künftige Missionen sollen selbst entscheiden können, ob sie Daten über einen Relaissatelliten oder direkt zur Erde funken – je nachdem, was gerade schneller oder zuverlässiger ist.

Parallel arbeitet die NASA mit dem Unternehmen Aalyria Technologies zusammen, um eine Softwareplattform namens Spacetime zu testen. Diese soll den Betrieb mehrerer Missionen über verschiedene Netze hinweg koordinieren – ähnlich wie ein Fluglotse den Luftverkehr managt. Das Ziel ist ein flexibleres, widerstandsfähigeres Kommunikationssystem für den Weltraum, das auch kommerzielle Anbieter einbindet.

Das Projekt wird vom NASA-Programm für Raumfahrtkommunikation und Navigation (SCaN) finanziert und vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory unterstützt. Es baut auf früheren Arbeiten im Rahmen des NextSTEP-2-Programms auf und profitiert von Investitionen des US-Verteidigungsministeriums in eine vernetzte Weltraumkommunikation. Die Technologie könnte künftig nicht nur in der Erdumlaufbahn, sondern auch bei tieferen Weltraummissionen zum Einsatz kommen.

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„Stell dir vor, dein Handy könnte zwischen allen Netzen frei wählen – genau das hat die NASA jetzt für Satelliten getestet."

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