Ökologie

Nashörner in Nepal: Bestand wächst, aber Lebensraum schrumpft

Nashorn-Population wuchs um 16,6% auf 752 Tiere, doch umgesiedelte Tiere wandern weit wegen schlechter Lebensbedingungen.

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Nashorn-Population wuchs um 16,6% auf 752 Tiere, doch umgesiedelte Tiere wandern weit wegen schlechter Lebensbedingungen.

Nepal feiert einen Erfolg im Artenschutz: Die Population des Panzernashorns (Rhinoceros unicornis) ist zwischen 2015 und 2021 um 16,6 Prozent auf 752 Tiere gewachsen. Um die Art besser zu schützen, wurden Nashörner aus dem dicht besiedelten Chitwan-Nationalpark in die Parks Bardiya und Shuklaphanta umgesiedelt. Bardiya hatte bis in die 1980er Jahre keine überlebenden Nashörner mehr; heute leben dort laut der letzten Zählung von 2021 etwa 38 Tiere.

Doch eine neue Studie, veröffentlicht von Forschern um Babu Ram Lamichhane von der Non-Profit-Organisation Wild Care Nepal, zeigt: Die umgesiedelten Nashörner haben es in ihrer neuen Heimat nicht leicht. Die Wissenschaftler statteten fünf Nashörner, die 2016 und 2017 von Chitwan nach Bardiya gebracht wurden, mit GPS-Halsbändern aus. Die Daten belegen, dass die Tiere im Babai-Tal des Parks ungewöhnlich große Streifgebiete durchstreifen.

Der Grund: Die Lebensräume sind nicht optimal. Massive Überschwemmungen in den Jahren 2015 und 2017 haben die Grasflächen und Schlammstellen zerstört, die die Nashörner zur Temperaturregulierung und Hautpflege brauchen. Zudem führt der Babai-Fluss in der Trockenzeit so wenig Wasser, dass die Tiere weite Strecken zurücklegen müssen – manchmal sogar bis nach Indien. „Der Nashorn-Lebensraum im Babai-Tal ist nicht auf optimalem Niveau“, sagt Lamichhane.

Die Studie zeigt, dass Artenschutz nicht nur mit der Zahl der Tiere endet. Ohne intakte Lebensräume können selbst erfolgreiche Umsiedlungen scheitern. Die nepalesischen Behörden stehen nun vor der Aufgabe, die Flussauen und Grasländer wiederherzustellen, damit die Nashörner langfristig überleben können.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.

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