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Seeelefant Neil sorgt in Tasmanien für Aufsehen

Der junge Bulle kehrt jedes Jahr zurück – ein Zeichen der Erholung der gefährdeten Art.

An der Küste Tasmaniens sorgt ein ungewöhnlicher Besucher für Aufsehen: Neil the Seal, ein fünf Jahre alter Südlicher Seeelefant (Mirounga leonina), der etwa eine Tonne wiegt. Der junge Bulle zieht durch Ortschaften, wirft Verkehrsschilder um, rammt Autos und schläft mitten auf der Straße ein. Über 1,5 Millionen Fans verfolgen seine Eskapaden in den sozialen Medien.

Doch Neils Verhalten ist gar nicht so ungewöhnlich, erklärt Cara Field, Leiterin der Abteilung für Umweltmedizin am Marine Mammal Center in Kalifornien. Junge Seeelefantenmännchen üben spielerisch Kämpfe – normalerweise mit Artgenossen. Da Neil in Tasmanien jedoch allein ist, sucht er sich andere „Spielpartner“ wie Autos oder Verkehrskegel. Seine Rückkehr an denselben Ort jedes Jahr ist typisch: Die Tiere nutzen eine innere Landkarte, um nach monatelanger Nahrungssuche im Meer den Weg zurück an Land zu finden.

Neil wurde 2020 in Tasmanien geboren – damals von Wildhütern von einer Sandbank gerettet, weil er zu ertrinken drohte. Die Behörden vermuten, dass seine Mutter auf See von der Geburt überrascht wurde. Nun, mit fünf Jahren, ist Neil deutlich größer und lebhafter. Einige seiner Verhaltensweisen, wie das Zerstören von Infrastruktur, sind für junge Seeelefanten ungewöhnlich, aber nicht völlig abweichend, sagt Ökologin Roxanne Beltran von der University of California in Santa Cruz.

Sein Auftauchen könnte ein positives Signal für die Art sein, die in Australien als gefährdet gilt. Seeelefanten waren einst in Teilen Tasmaniens verbreitet, wurden aber im frühen 19. Jahrhundert von Jägern ausgerottet, erklärt Biologe Kris Carlyon vom tasmanischen Umweltministerium. Weltweit ist die Art zudem durch den steigenden Meeresspiegel, heftigere Stürme infolge des Klimawandels, Überfischung und die Vogelgrippe bedroht. „Neil könnte einer der ersten Südlichen Seeelefanten sein, die wieder in Tasmanien geboren wurden“, so Carlyon. Seine Rückkehr sei womöglich ein Zeichen dafür, dass sich die Art langsam wieder erholt. „Unabhängig von den Herausforderungen, die Neil mit sich bringt, freuen wir uns, ihn hier zu sehen.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Ein tonnenschwerer Seeelefant namens Neil sorgt in Tasmanien für Chaos – und das ist eine gute Nachricht für den Artenschutz."

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