Nigeria: Pflanzen ersetzen Geier-Teile in Tradition
Mehr als 20 Pflanzenarten ersetzen Geier-Teile in traditionellen Praktiken – ein Erfolg gegen Wilderei.

Geier in Nigeria haben es schwer. Von einst sieben Arten sind heute nur noch zwei nachweisbar: der stark gefährdete Kappengeier und der Palmgeier. Schuld sind Lebensraumverlust, Vergiftungen und vor allem die Jagd für traditionelle Praktiken – Geierteile werden in der traditionellen Medizin verwendet oder sollen Glück und Erfolg bringen. Doch jetzt gibt es Hoffnung: Immer mehr traditionelle Heiler steigen auf pflanzliche Alternativen um.
Die Nigerian Conservation Foundation (NCF) arbeitet seit Jahren mit traditionellen Medizinpraktikern zusammen, um die Nachfrage nach Geierteilen zu senken. Stella Egbe, Artenschutzmanagerin bei der NCF, berichtet, dass viele Praktizierende auf Pflanzen umsteigen – wahrscheinlich aufgrund von Aufklärungskampagnen, verstärkter Strafverfolgung und gestiegener Preise für Geierteile in manchen Regionen. Chief Samson Ola Soyoye, Vizepräsident der Nationalen Vereinigung nigerianischer traditioneller Medizinpraktiker, bestätigt den Wandel: „Früher gab es viele Geier, aber jetzt sind sie vom Aussterben bedroht. Meine Meinung ist: Wir sollten alternative Pflanzen statt Geiern verwenden.“
Mittlerweile werden in einigen Gebieten mehr als 20 verschiedene Pflanzenarten als Ersatz genutzt. Bislang ist nur der afrikanische Mahagonibaum (oganwo) als Alternative dokumentiert, aber die Liste wächst. Die Naturschützer betonen, dass auch der Schutzstatus dieser Pflanzen geprüft werden muss. Der Erfolg zeigt: Wenn traditionelles Wissen und Naturschutz zusammenarbeiten, können selbst tief verwurzelte Praktiken verändert werden – zum Wohl der Tiere und der Menschen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Stell dir vor: Traditionelle Heiler in Nigeria ersetzen Geierteile durch Pflanzen – und retten damit die letzten Geier des Landes."
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