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innovation Niederlande · NL

Offshore-Windturbine beherbergt Rechenzentrum im Meer

Prototyp speist 12 Megawatt Rechenleistung und nutzt Meerwasser zur Kühlung

Hintergrund

Die Nachfrage nach Rechenleistung, insbesondere durch KI-Anwendungen, steigt rasant. Aktuell verbrauchen Rechenzentren allein in den USA 75 Gigawattstunden Strom, ein Wert, der bis Ende des Jahrzehnts auf 135 Gigawattstunden anwachsen könnte. Gleichzeitig stoßen Betreiber auf Widerstand in der Bevölkerung – das „Not-in-my-backyard“-Phänomen –, da die Anlagen viel Land, Kühlung und Energie benötigen und Lärm verursachen.

Was ist passiert

Das Windkraftunternehmen Aikido hat einen neuartigen Prototypen entwickelt: eine schwimmende Offshore-Windturbine, die in ihren Ballasttanks ein Rechenzentrum mit 12 Megawatt Rechenleistung beherbergt. Die unteren zwei Drittel der Tanks sind mit Süßwasser gefüllt, um die Struktur aufrecht zu halten, während das obere Drittel die Server beherbergt. Gekühlt wird durch einen Kreislauf: Süßwasser nimmt die Wärme auf, wird nach unten gepumpt und gibt sie an das kältere Meerwasser ab. Der Prototyp soll 2027 in der Nordsee installiert werden. „Wir haben die Windenergie und kostenlose Kühlung. Wir glauben, dass wir im Vergleich zu konventionellen Rechenzentren sehr wettbewerbsfähig sein können“, sagte Aikido-CEO Sam Kanner gegenüber IEEE Spectrum.

Warum das wichtig ist

Diese Innovation adressiert gleich mehrere Probleme: Sie nutzt erneuerbare Energie direkt vor Ort, vermeidet Landnutzungskonflikte und senkt den Kühlungsaufwand drastisch. Sollte der Prototyp erfolgreich sein, könnte ab 2028 eine Serienversion folgen. Das Konzept zeigt einen Weg, wie die wachsende Rechenleistung der KI-Ära nachhaltig und sozialverträglich bereitgestellt werden kann – ohne die Stromnetze zu belasten oder Gemeinden zu stören.

Ausblick

Aikido ist nicht allein mit dieser Idee: Das Raumfahrt-Startup Orbital plant, Rechenzentren ins All zu bringen, wo unbegrenzte Solarenergie und die Kälte des Vakuums die Probleme lösen sollen. Ein erster Satellit soll 2027 mit einer SpaceX Falcon 9 starten. Beide Ansätze zeigen, dass die Branche radikal neue Wege sucht, um den Energiehunger der KI zu stillen. Sollte sich die Offshore-Lösung bewähren, könnte sie ein Vorbild für viele weitere Projekte werden – und die Art, wie wir Rechenleistung denken, grundlegend verändern.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: Eine Windturbine im Meer, die gleichzeitig Rechenleistung liefert – genial, oder?"

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