Pakistan verbindet Schutzgebiete für seltene Flussdelfine
Ein neues Schutzgebiet verbindet zwei Zonen zu 400 Kilometern Lebensraum für die vom Aussterben bedrohten Indus-Delfine.
Nur noch rund 2.000 Indus-Flussdelfine leben weltweit, verteilt auf drei getrennte Abschnitte eines einzigen Flusses in Pakistan. Jetzt hat die Provinz Punjab ein neues Schutzgebiet eingerichtet, das eine bestehende Zone in der Nachbarprovinz Sindh mit dem Kernlebensraum der Tiere verbindet. Zusammen ergibt das rund 400 Kilometer zusammenhängend geschützten Fluss, etwa die Strecke von Frankfurt am Main nach München.
Der Indus-Delfin ist praktisch blind und orientiert sich per Echoortung durch trübes Flusswasser, ein Erbe aus einer Zeit, als der Fluss noch nicht durch Dämme und Bewässerungskanäle zerschnitten war. Genau diese Infrastruktur hat den Tieren über Jahrzehnte große Teile ihres Lebensraums genommen.
Die Naturschutzorganisation WWF-Pakistan arbeitet seit den 1990er Jahren an diesem Schutz und erstellt nun gemeinsam mit den Regierungen in Punjab und Islamabad einen Managementplan für das neue Gebiet. Als Spitzenprädator steht der Delfin für den Zustand des gesamten Flusses: Schützt Pakistan seine Delfine, schützt es damit den ganzen Fluss.
Punjab ist damit die jüngste von mehreren pakistanischen Provinzen, die dem Indus-Delfin in den vergangenen Jahren zusammenhängenden, gesetzlich geschützten Lebensraum verschafft haben.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Nur 2.000 Indus-Delfine leben noch, jetzt sind 400 km Fluss geschützt"
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