Schmuggler mit seltenen Kakteen in Brasilien gefasst
214 bedrohte Kakteen und Samen in Bierdosen und Schuhen versteckt – vier Tschechen festgenommen

Am Flughafen von São Paulo machte die Bundespolizei einen ungewöhnlichen Fund: Vier tschechische Staatsbürger hatten 214 Kakteen und Samen in ihrem Gepäck versteckt – in Bierdosen, Papiertüten und sogar in den Schuhen eines Mannes. Die Pflanzen stammen aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul im Süden Brasiliens und gehören zu sieben Arten, von denen zwei als „vom Aussterben bedroht“ gelten: Parodia nothorauschii und Parodia neohorstii. Vier weitere Arten sind „gefährdet“, darunter Gymnocalycium horstii und Frailea curvispina.
Die Männer waren von Montevideo nach São Paulo geflogen und wollten nach Wien weiterreisen. Bei sich hatten sie eine Karte von Rio Grande do Sul und einen Reiseplan mit übersetzten Sätzen wie: „Wissen Sie, wo kleine Kakteen wachsen?“ und „Tut mir leid, ich weiß nicht, ob das privat ist!“ Die Gruppe wurde einen Tag festgehalten, darf aber Brasilien nicht verlassen, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Ihre Handys werden forensisch untersucht.
Der Fall ist kein Einzelfall: Innerhalb kurzer Zeit wurden drei weitere Ausländer beim Versuch erwischt, seltene Kakteen aus Brasilien zu schmuggeln. Kakteen sind wegen ihrer Seltenheit und Schönheit begehrte Sammlerobjekte – der illegale Handel bedroht viele Arten in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Festnahme zeigt, dass die brasilianischen Behörden den Artenschutz ernst nehmen und durch gezielte Kontrollen an Flughäfen sowie internationale Zusammenarbeit solche Vergehen verfolgen. Für die bedrohten Kakteen bedeutet das: Sie bleiben in ihrer Heimat, wo sie geschützt werden können.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Vier Tschechen wollten 214 seltene Kakteen in Bierdosen und Schuhen aus Brasilien schmuggeln. Wurden erwischt."
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